Alt Schwerin steht wieder unter Dampf:

Agroneum startet in die Saison

Mit einem Osterallerlei lockte das Agroneum die ersten Besucher. Zu den Aktionstagen in dieser Saison gehört dann auch wieder das internationale Dampftreffen.

Natürlich war auch der Osterhase auf dem Museumsareal unterwegs. In seine Rolle schlüpfte Jennifer Stiburek. Die Kinderschminkerin aus Waren hatte über Ostern überhaupt gut zu tun. Sie war nämlich nicht nur im Agroneum, sondern auch in Waren, am Sonntag dann in Kühlungsborn und am Montag in Klink im Einsatz.
Simone Pagenkopf Natürlich war auch der Osterhase auf dem Museumsareal unterwegs. In seine Rolle schlüpfte Jennifer Stiburek. Die Kinderschminkerin aus Waren hatte über Ostern überhaupt gut zu tun. Sie war nämlich nicht nur im Agroneum, sondern auch in Waren, am Sonntag dann in Kühlungsborn und am Montag in Klink im Einsatz.

„Einen kleinen Moment noch.“ Schon ist Anke Gutsch wieder weg. Sie zeigt noch schnell den Platz, an dem das Hasengatter aufgestellt werden kann - die acht Wochen alten Hoppler locken im nu Klein und Groß an. Und sie schaut nach, ob bei den Ponys alles in Ordnung ist. Das Reitangebot für Kinder gibt es schließlich zum ersten Mal beim Osterallerlei im Agroneum Alt Schwerin. „Wir versuchen immer auch etwas Neues dazu zu bekommen“, sagt die stellvertretende Leiterin schmunzelnd.

2010 hatte sie mit ihren Mitstreitern dieses Fest auf dem Museumsgelände quasi wieder belebt. Bislang fand es am Karfreitag statt. „Das war gut, da haben alle Zeit. Aber es wurde immer schwieriger, die Genehmigungen zu bekommen“, räumt Anke Gutsch ein. So gab es die fünfte Auflage des Osterallerlei am Sonnabend. Und damit startete das Agroneum auch gleich so richtig in die Saison, die ganz offiziell am ersten April mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Herrenhäuser in Mecklenburg im Wandel der Zeit“ begann.

Heißt, Besucher können jetzt wieder auf ausgedehnte Entdeckungstour im Freilichtmuseum Alt Schwerin gehen. Allein im vergangenen Jahr waren es 48000 und damit 3000 mehr als im Jahr 2013. „Obwohl wir ein Fest weniger hatten“, sagt Anke Gutsch. Das internationale Dampftreffen finde nämlich nur alle zwei Jahre statt. Anfang August ist  es wieder soweit, dann steht das Agroneum einmal mehr unter Dampf. „Fünfzehn originale Dampfrösser und etwa 100 Modelle aus England, Holland und Deutschland werden präsentiert“, kündigt das Museumsteam schon mal an. Insgesamt stehen noch zehn Großveranstaltungen im Kalender. „Kurzentschlossen haben wir uns auch für den Juni noch etwas einfallen lassen, wir machen ihn zum Gartenmonat“, weist Anke Gutsch schon mal auf den Schaugarten, dem im vergangenen Jahr die Plakette „Natur im Garten“ verliehen wurde.

Projekttage speziell für Schulen ausgelegt

Nicht fehlen werden im Agroneum Projekttage wie Backen im Steinbackofen oder Buttern im Butterstoßfass, die speziell für Schulen ausgelegt sind. Ein Problem, das sich allerdings auftue, sei die vom Land beschlossene Stilllegung der Südbahn, die auch Auswirkungen aufs Agroneum hat. „Die Warener Schüler kamen bisher immer mit dem Zug“, weiß Anke Gutsch. In diesem Monat fährt die Hanseatische Eisenbahngesellschaft erst einmal noch auf der Strecke. Spenden, die von Mitgliedern der Bürgerinitiative „Pro Schiene“ in Lübz gesammelt wurden, machen es möglich. Zudem soll der April genutzt werden, um gemeinsam mit den Landkreisen doch noch eine Möglichkeit für den Erhalt der Südbahn zu finden.

Apropos Zug. Eine Traditionsbahn war auch beim Osterallerlei auf dem großen Freigelände des Agroneums unterwegs: Die Rübenbahn. „Wir wollen versuchen, sie in diesem Jahr öfter mal fahren zu lassen, nicht nur zu den Aktionstagen“, sagt Anke Gutsch. Für den Lokführer müsse dann Zeit frei geschaufelt werden, was gar nicht so leicht sei. Insgesamt zählt das Agroneum sechs Mitarbeiter, es kommen aber auch Saisonkräfte dazu. Beim Osterallerlei war Anke Gutsch froh, dass sie darüber hinaus 15 freiwillige Helfer mit im Boot hatte. Vor allem die Familien von Mitarbeitern haben unterstützt. „Ohne die Helfer würden wir eine solche Veranstaltung gar nicht hinkriegen“, bedankt sie sich.