Nach dem Verkauf:

Am Fleesensee hoffen alle auf frischen Wind

Deutschlands größtes Golf- und Ferienresort, das Land Fleesensee in Göhren-Lebbin, hat neue Besitzer. Die  und deren Pläne sind DAS Thema im kleinen Dorf.

Die neuen Eigentümer vom Land Fleesensee wollen Deutschlands größtes Urlaubsresort in ruhigeres Fahrwasser bringen und haben Investitionen angekündigt.
Stephan Radtke Die neuen Eigentümer vom Land Fleesensee wollen Deutschlands größtes Urlaubsresort in ruhigeres Fahrwasser bringen und haben Investitionen angekündigt.

Die Erleichterung ist Göhren-Lebbins Bürgermeister Peter Becher (CDU) anzumerken. Endlich sind die Kaufverträge für das Land Fleesensee unterschrieben. Die Lindner Investment Management GmbH und eine Projektentwicklungsgesellschaft aus Düsseldorf sind die neuen Eigentümer des Landes Fleesensee. Und die sichern den Erhalt der rund 500 Arbeitsplätze zu. „Das ist für unsere Gemeinde, für unsere gesamte Region das Wichtigste: Dass die Menschen wissen, woran sie sind und dass sie darauf bauen könne, dass sie ihre Jobs behalten“, betonte Becher auf Nordkurier-Nachfrage.

Er hofft jetzt, dass die neuen Eigentümer nicht nur verwalten, sondern auch investieren. Er selbst habe noch keinen Kontakt mit den Eigentümern gehabt. „Aber es wird natürlich Gespräche geben“, so Becher. Denn bei allen Vorhaben sei immer auch die Gemeinde einbezogen. Die möchte selbst auch investieren. „Wir wollen Spielplätze und Fitness-Bereiche schaffen“, erklärt Becher.

Freude und Daumendrücken

Doreen Muster, Geschäftsführerin der neuen Kur- und Tourismus GmbH Göhren-Lebbin, ist froh, dass unter die zwei Jahre währenden Verkaufsverhandlungen endlich ein Schlussstrich gezogen werden kann. „Der lange Zeitraum der Verhandlungen war nicht gut für unser Image als Tourismusort. Wer noch nie das Land Fleesensee besucht hatte, war skeptisch, ob er hier Urlaub machen oder eine Veranstaltung buchen sollte“, sagt sie.

Ulf Hoffmann, der am Marktplatz in Göhren-Lebbin eine Verleihstation für Segways betreibt, erhofft sich von dem Eigentümer-Wechsel „frischen Wind“ im Dorf. „Ich hänge am Tropf der Hotels und Ferienwohnungen. Meine Gäste sind zu 95 Prozent Urlauber aus dem Land Fleesensee. Ich habe gemerkt, dass die Gäste in der letzten Zeit etwas weniger wurden, vielleicht hängt das auch mit den langen Verkaufsverhandlungen zusammen. Ich denke, wenn nun neue Eigentümer kommen, dann wird sich einiges ändern, sicherlich positiv“, meint er. Von seinen Kunden wisse er aber auch, dass 14 Jahre nach Eröffnung der Hotels und Anlagen im Land Fleesensee dringend investiert werden müsse.

Wolf-Dieter Ringguth, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte, jedenfalls drückt die Daumen. Er machte deutlich, dass das Land Fleesensee eine Marke sei, das „Herz der Seenplatte“, von deren Wertschöpfung eine ganze Region profitiere.

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