Gutachten wird erwartet:

Am Ort der Explosion wächst Gras

Noch haben die Experten das Wort – ein Gutachten soll helfen, den genauen Hergang der gewaltigen Hausexplosion in Malchow aufzuklären. Doch das dauert. Die Ergebnisse interessieren auch die Staatsanwaltschaft.

Das Grundstück an der Mühlenstraße 50 in Malchow ist mit einem Bauzaun gesichert.
Simone Pagenkopf Das Grundstück an der Mühlenstraße 50 in Malchow ist mit einem Bauzaun gesichert.

Die Trümmer sind beseitigt, Rasen wurde angesät – auf dem Grundstück Mühlenstraße 50 in Malchow ist ein kleines Stück Normalität eingekehrt. Ein Bauzaun, der das Areal sichert, erinnert aber immer noch an den 14. Juli. An jenem Tag hatte eine verheerende Explosion ein Haus zerstört, die Stadt erschüttert und zwei Menschen schwer verletzt. Ursache der Explosion war Gas, das sich im Haus schon zuvor ausgebreitet hatte. Als ein Lichtschalter betätigt worden war, wurde die Katastrophe ausgelöst.

Gut zwei Wochen später sind die Ermittlungen, wo und wie das Gas ausströmen konnte, noch nicht abgeschlossen. „Das Gutachten wird frühestens Mitte September fertig sein“, sagt Gunthar Teichmann, Leiter der Malchower Stadtwerke, auf Nordkurier-Nachfrage. Neben der Dekra hatte der Bundesverband der Gaswirtschaft einen unabhängigen Gutachter bestellt. Das Gutachten werde dem Oberstaatsanwalt vorgelegt.

Das Wohnhaus war bei der Explosion dem Erdboden gleich gemacht worden. Um die 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das verletzte Ehepaar aus den Trümmern zu retten und den Brand zu löschen. Das Nachbarhaus, das leer steht, wurde durch die Wucht der Explosion ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und musste gesichert werden. Das zerstörte Haus war 2005 komplett saniert, im Jahr 2012 auch der Gasanschluss noch einmal kontrolliert worden.

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