Wütender Anwohner:

Angler mit Waffe bedroht

Drei Männer wollten einfach nur fischen gehen. Doch was dann passierte, damit hatte keiner von ihnen gerechnet.

Vier Polizisten mussten zum Ulrichshusener See kommen, um einen Anwohner zu beruhigen. Gleichzeitig stellten sie elf Waffen sicher.
Jens Wolf Vier Polizisten mussten zum Ulrichshusener See kommen, um einen Anwohner zu beruhigen. Gleichzeitig stellten sie elf Waffen sicher.

Am späten Mittwochabend waren drei Männer aus der Gegend auf dem Ulrichshusener See mit ihrem Boot unterwegs um zu angeln. Gegen 2.30 Uhr wollten sie ihren nächtlichen Ausflug beenden. Deswegen fuhren sie ihren Transporter rückwärts an die Badestelle, um das mitgebrachte Boot auf den Anhänger zu laden.

Laut Polizei tauchte plötzlich ein Anwohner auf und sprach die drei Männer an. Dabei hielt er in seinen Händen eine Langwaffe. Er beschuldigte die Angler, dass sie auf seinem Grundstück etwas gestohlen haben und glaubte, dass das Trio auch für weitere Diebstähle, die in der Vergangenheit geschehen waren, verantwortlich sind. Doch damit nicht genug. Gleichzeitig zog er den Autoschlüssel des Transporters ab und ging anschließend in sein Wohnhaus zurück, um die Polizei anzurufen.

Die drei Männer wussten nicht wie ihnen geschah und riefen ebenfalls die Polizei. Sie gaben an, nicht nur mit einer Waffe bedroht, sondern auch bestohlen worden zu sein.

Schließlich kamen vier Beamte, die Klarheit brachten. Bei den Anglern handelte es sich tatsächlich um Angler, die sowohl Fischereischeine als auch gültige Angelkarten für den Ulrichshusener See haben. Auch haben die drei Männer nichts geklaut.

Der Anwohner hat nun allerdings gleich zwei Probleme. Zum einen muss er sich wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls mit einer Schusswaffe verantworten. Und zum anderen hatte er elf Jagdwaffen in seinem Haus, die erst einmal sichergestellt wurden.