Sexueller Missbrauch:

Animateur muss nach Übergriffen auf Mädchen ins Gefängnis

Die Kinder vertrauten ihm und spielten mit ihm im Schwimmbad und auf dem Hotelgelände. Der Animateur nutzte dieses Vertrauen aus und missbrauchte vier Mädchen auf der Hotelanlage. Für die Taten muss er nun für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Der Angeklagte Robert O. aus Sachsen im Prozess am Warener Amtsgericht. Am Montag wurde er wegen 13 sexueller Übergriffe auf Mädchen zu einer Haftstrafe verurteilt. 
Udo Roll Der Angeklagte Robert O. aus Sachsen im Prozess am Warener Amtsgericht. Am Montag wurde er wegen 13 sexueller Übergriffe auf Mädchen zu einer Haftstrafe verurteilt. 

Das Amtsgericht Waren hat einen ehemaligen Animateur zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er Mädchen im Urlaub sexuell missbraucht hat. Der 28-Jährige aus Chemnitz (Sachsen) gestand die Vorwürfe am Montag vor Gericht umfassend. Die Vorfälle hatten sich im März und im Juli 2015 in einem Hotel mit Schwimmbad in Göhren-Lebbin ereignet.

Der frühere Kinderbetreuer gab zu, vier Mädchen im Alter von sieben bis elf Jahren beim Baden im Schwimmbad und beim Zelten in die Kleidung gefasst und im Intimbereich berührt zu haben. Die Kinder erzählten ihren Angehörigen davon, so dass die Vorfälle kurz danach aufflogen. Durch das Geständnis des Mannes blieben den Kindern Aussagen vor Gericht erspart. Er habe "nur kuscheln wollen" und bei den Übergriffen keine sexuelle Erregung gespürt. "Ich habe Nähe gesucht und dabei eine Grenze überschritten", sagte der Angeklagte im Prozess.

Mit dem Urteil folgte Richterin Alexandra Sprigode-Schwencke weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine dreijährige Freiheitsstrafe gefordert hatte. "Sie haben das hohe Vertrauen der Kinder missbraucht und innerhalb weniger Tage mehrere Übergriffe begangen", sagte sie. Der Verteidiger hatte um eine Verurteilung auf Bewährung für seinen reuigen Mandanten gebeten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung