Tolle Geste in der Adventszeit:

Anonyme Dame verschenkt erneut 50-Euro-Scheine

In der sozialen Begegnungsstätte „Lichtblick“ in Waren geschehen noch Wunder. Und nicht zum ersten Mal. Erneut werden der Chefin hier schnell 100 Euro in die Hand gedrückt. Genau so schnell verschwindet die großzügige Spenderin wieder.

Birgit Gadau mit den geschenkten 100 Euro.
Thomas Beigang Birgit Gadau mit den geschenkten 100 Euro.

Birgit Gadau ist immer noch fassungslos. Hatte sie jetzt gerade ein Déjà-vu? Die Leiterin der sozialen Begegnungsstätte „Lichtblick“ in Waren hat  genau diese Situation schon einmal erlebt, vor exakt einem Jahr: Eine ältere Dame betritt die Räume, verlangt nach ihr, überreicht zwei 50-Euro-Scheine und ist wieder weg, bevor Birgit Gadau auch noch eine Frage stellen konnte. „Sie hat nur gesagt, hier ist Geld für die Einrichtung, machen Sie etwas daraus.“ Der „Lichtblick“-Chefin blieb gerade noch Zeit, sich zu bedanken, da war die unbekannte Spenderin schon wieder verschwunden. „Ich weiß tatsächlich nicht, wer das ist“, klingt Birgit Gadau traurig. Denn schon im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten hat genau jene Dame hier ebenfalls 100 Euro verschenkt.

„Es ist schon etwas mysteriös“, wundert sich die Leiterin der sozialen Begegnungsstätte. Seit 1994 stehen die Räume hier für sozial Schwache offen, die Mitarbeiter sind Ansprechpartner für alle Probleme, die ihre Gäste mit Anträgen und Ämtern haben. Ohne die Begegnungsstätte der Diakonie würden viele Besucher den letzten Halt in ihrem Leben verlieren, hieß es. Viele nun trockene Alkoholiker würden Gefahr laufen, wieder in ihren alten Trott zu verfallen. Dabei sah es zu Beginn des Jahres so aus, als müsste die Stätte schließen, weil der Landkreis die finanzielle Unterstützung stoppte und die Stadt Waren sich allein nicht in der Lage sah, die Miete zu bezahlen. Doch dann geschah ein Wunder: Ein anderer anonym bleiben wollender Spender, vom Nordkurier vermittelt, schenkte 60 000 Euro und der „Lichtblick“ bliebt weiter offen.

Nicht nur die großen und kleinen Scheine sind es, die Birgit Gadau gerade so in Hochstimmung versetzen. Am Donnerstag, die Gäste der Einrichtung feierten gerade ihr Weihnachtsfest, betrat ein junges Pärchen den Raum und verschenkte einen großen Karton Kleidung. „Auch denen, wie einigen Unternehmern der Stadt, die sich freigiebig gezeigt haben, unseren ganz großen Dank“, ist die Chefin ganz gerührt.

 

 

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