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Apfel-Fachmann erkennt seine Pappenheimer

Mehr Apfel geht nicht. Auf dem Warener Markt gab es alles rund um die Frucht: Frische Äpfel, Apfelbäume und Fachleute, die sich mit jeder Sorte auskennen. 

Na, wie ist der Name dieses Apfels? Die Pomologen beim Apfelfest auf dem Warener Markt wussten Rat.
Stephan Radtke Na, wie ist der Name dieses Apfels? Die Pomologen beim Apfelfest auf dem Warener Markt wussten Rat.

Sie haben gehofft, sie haben gebangt und konnten schließlich Petrus überzeugen, eine Regenpause einzulegen. „Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter gehabt“, freute sich Claudia Bergmann am Vormittag. Und schon war die Vorsitzende des Warener Innenstadtvereins wieder zwischen Dutzenden Apfelbäumchen verschwunden. Ebenso wie die Gärtnerin hatten die übrigen Händler des traditionellen Apfelfestes auf dem Neuen Markt in Waren am Sonnabend alle Hände voll zu tun. Hunderte Müritzer und Gäste nutzten das gute Wetter und das reichhaltige Angebot, um zwischen Rathaus und dem Haus des Gastes zu flanieren. Kisten voller frischer Äpfel zierten den Marktplatz. „Probieren Sie ruhig, bevor Sie welche kaufen“, so Claudia Bergmann.

Besucher brachten eigene Äpfel mit

Es gab auch zahlreiche Besucher, die eigene Äpfel mit auf den Marktplatz brachten. So wie Erwin Sehler, der in seinem Schrebergarten einen ertragreichen Apfelbaum hat, aber gerne wissen würde, um welche Sorte es sich handelt. Da war er am Stand der Pomologen genau richtig. Etwa 60 verschiedene Apfelsorten sind deutschlandweit heimisch. „Über 2000 sind weltweit bekannt“, erklärten die Experten, die einen Apfel nach dem anderen begutachteten. So wurden die Äpfel vermessen, geviertelt und natürlich probiert. An Hand von Katalogen konnten nahezu alle Exemplare bestimmt werden. Für exklusive Früchte räumten sich die Fachmänner etwas mehr Zeit ein. Ende des Monats, am 29. Oktober, plant der Innenstadtverein mit der Langen Einkaufsnacht die nächste Veranstaltung in Waren.