Unglück in einem Warener Unternehmen:

Arbeiter bei Verpuffung verletzt

In den frühen Morgenstunden hatte es im Unternehmen Müritz-Zink einen Unfall gegeben. Bei einer Verpuffung ist ein Arbeiter verletzt worden.

Schwerer Arbeitsunfall bei Müritz-Zink. In dem in Waren (Müritz) ansässigen Unternehmen gab es in den frühen Morgenstunden eine Verpuffung.
Stephan Radtke Schwerer Arbeitsunfall bei Müritz-Zink. In dem in Waren (Müritz) ansässigen Unternehmen gab es in den frühen Morgenstunden eine Verpuffung.

Mit einem derartig schlechten Start in die neue Arbeitswoche haben die Mitarbeiter von Müritz-Zink  sicherlich nicht gerechnet. Am Montag gab es in den frühen Morgenstunden bei dem in Waren (Müritz) ansässigen Unternehmen eine Verpuffung. Hierbei erlitt ein Arbeiter Verbrennungen. Er musste notärztlich versorgt und anschließend ins Klinikum transportiert werden. Die Freiwillige Feuerwehr Waren rückte ebenfalls zur Einsatzstelle in das Gewerbegebiet Waren-Ost aus. Letzte Glutnester wurden gelöscht und die Werkshalle vom Rauch befreit.

Zu dem Unfall kam es nach Angaben der Firma durch ein nicht ordnungsgemäß hergestelltes Metallbauteil. In einer Feuerverzinkerei werden Metallkonstruktionen in rund 450 Grad heißes Zink getaucht, um den Stahl gegen Rost zu schützen. Nach ersten Untersuchungen hatte das Bauteil, das am Morgen in das Zink getaucht wurde, nicht genug Öffnungen, die nötig sind, damit Gas beim Verzinken auch entweichen kann. Dadurch kam es im Zinkbad zu einer Verpuffung und die Arbeiter wurden mit heißem Zink bespritzt.

Nach dem Vorfall wurde die Produktion gestoppt. "Der Schaden ist sehr groß: Wir rechnen damit, das erst in zwei bis drei Wochen wieder verzinkt werden kann", sagte der Firmensprecher. Der Schaden werde auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!