Schwere Fracht im Kofferraum:

Au Backe! Dieser Hirsch muss mit nach Hamburg

Ein wahres Schwergewicht muss eine Urlauberin mit auf den Heimweg in Richtung Hamburg nehmen. Gut, dass die Eheleute ein Auto haben, das ausreichend Platz aufweist.

Die verdutzte, aber glückliche Gewinnerin Brigitte Freitag und der Macher des Hirschkopfes Achim Schulz beim Abschiedsfoto.
ELke Enders Die verdutzte, aber glückliche Gewinnerin Brigitte Freitag und der Macher des Hirschkopfes Achim Schulz beim Abschiedsfoto.

Da kommt man nichts ahnend zum Scheunenfest nach Bollewick, besucht die Messe für Jagd, Wald und Wild, schlendert hier, schaut dort – und wird plötzlich als Gewinnerin des Hauptpreises ausgelost. So ergangen ist es Brigitte Freitag aus Schwarzenbek bei Hamburg. Die junge Frau schickte einen Freudenjauchzer durch die Markthalle, als ihre Nummer durch das kleine Mädchen an der Lostrommel gezogen und bekannt gegeben wurde. Auf der Bühne angelangt, fiel es dem Moderator nicht leicht, der völlig überraschten Gewinnerin ein paar zusammenhängende Worte zu entlocken. Sie war viel zu aufgeregt.

Rentner schnitzt mit der Motorsäge

Und auch der Preis selbst trug nicht gerade dazu bei, dass sich die freudige Erregung legte. Denn es war nichts Alltägliches, was die Frau nun mit nach Hause nehmen durfte. Sie bekam einen riesigen Hirschkopf, der mit einer Motorsäge aus einem dicken Baumstamm geschnitzt worden war. Der Künstler hatte schon seit dem frühen Morgen an seinem Werk gearbeitet. Er heißt Achim Schulz, ist Rentner und hatte früher so gar nichts mit Bäumen und Wald am Hut. Stattdessen arbeitete er als Angestellter, war mit Büroarbeit betraut. In seiner Freizeit nun hat er sich der motorisierten Schnitzerei verschrieben.

Schwergewicht findet im Garten ein neues Zuhause

Nun war es nur noch das Problem, wie die Gewinnerin den mehrere hundert Kilo schweren Brocken nach Hause schaffen sollte. „Wir haben ein Häuschen mit Garten, da findet der Kopf seinen Platz“, schilderte die junge Frau, die ihren Mann erst mal per Handy über ihren Gewinn unterrichten musste. Schließlich sollte das Damhirsch-Unikum im Kofferraum des Autos unterkommen. „Unser Wagen ist recht geräumig, das passt schon“, war die Dame guter Hoffnung, dass ihr Gatte die Sache händeln würde.