150 demonstrieren gegen Sozialämter-Schließung:

Landrat knickt vor Protesten ein

Zum zweiten Mal binnen einer Woche haben Bürger auf dem Marktplatz in Waren gegen die Schließung von Sozialämtern protestiert. Während unter den Menschen die Angst um geht, überraschte eine Entscheidung des Landrats.

Was die Demonstranten von der der Kreisverwaltung halten, drückten sie auch per Plakat aus.
Carina Göls Was die Demonstranten von der der Kreisverwaltung halten, drückten sie auch per Plakat aus.

Wie denn jetzt Herr Kärger? Am Dienstag verkündet der Landrat, den für Ende Februar geplanten Umzug des Warener Sozialamtes auf die nächste Woche vorzuziehen. Doch nach öffentlichem Druck und einer zweiten Demonstration auf dem Warener Marktplatz verkündet der gleiche Landrat am Donnerstagnachmittag, den Umzug nicht vor der kurzfristig für den 16. Februar angesetzten Sondersitzung des Kreistages abzuwickeln. Unabhängig davon teilte der Landrat mit, dass er an den Zentralisierungsplänen grundsätzlich festhalte. 

Die werden von den Demonstranten scharf kritisiert: "Die Bürgernähe wird aufgegeben, aber ein Spareffekt ist uns bisher nicht belegt worden", sagte Dieter Schröder vom Lebenshilfswerk Waren und einer der Organisatoren der Demonstration. Die Zentralisierung der Sozialämter sei angesichts der weiten Wege ein Problem für das Klientel, für das öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr existieren und das Autofahren zu teuer ist", hieß es bei der Protestaktion am Donnerstag, an der sich nach ersten Schätzungen gut 150 Bürger beteiligt hatten.

Die Kreisverwaltung selbst versuchte in einer schriftlichen Mitteilung den Protest zu ersticken. "Den wöchentlichen Sprechtag in Röbel wird es weiter wie gewohnt geben. Außerdem ist es für die Bürger jederzeit möglich, Termine für Gespräche in Waren und Röbel zu vereinbaren", machte Dezernentin Ingrid Sievers deutlich. Ein Anruf beim zuständigen Mitarbeiter oder beim Bürgerservicezentrum genüge, um einen Termin zu vereinbaren. Auch Gespräche oder Verhandlungen mit den Trägern sozialer Leistungen könnten natürlich vor Ort durchgeführt werden, betonte Sievers. 

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