Klage von Ex-Chef:

Awo-Bereicherungsfall beschäftigt Landgericht

Der ehemalige Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Müritz will gegen seine fristlose Kündigung vorgehen. Gegen ihn wird allerdings selbst wegen Untreueverdachts ermittelt.

Awo-Gründungsmitglied Peter Olijnyk
Udo Roll Awo-Gründungsmitglied Peter Olijnyk

Der Bereicherungsskandal beim Müritz-Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) beschäftigt jetzt auch das Landgericht Neubrandenburg. Wie ein Sprecher am Freitag erklärte, hat Ex-Geschäftsführer Peter Olijnyk Klage gegen seine fristlose Kündigung eingereicht hat. Damit würde es zu einem Zivilverfahren am Landgericht kommen.

Der Kreisgeschäftsführer hatte sich nach Einschätzung des Awo-Landesverbandes über Jahre ein unverhältnismäßig hohes Jahreseinkommen von 180 000 Euro zugeschanzt. Dem Mann war im Juni gekündigt worden. Daraufhin kam das "perfide System", bei dem sich zwei Führungskräfte gegenseitig Verträge unterschrieben, ans Licht.

Gegen beide Männer wird wegen Untreueverdachts ermittelt. Der Landesverband will auf einer nicht öffentlichen Sitzung des Landesausschusses am Wochenende weitere Gegenmaßnahmen beraten.

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