Warener liebäugelt mit Bürgermeister-Kandidatur :

Axel wählen - tritt Müller jetzt in Malchin an?

Das ist ein politischer Paukenschlag: Axel Müller, vor anderthalb Jahren gescheiterter Bürgermeisterkandidat in seiner Heimatstadt Waren, befindet sich in ernsthaften Gesprächen, ob er im Mai in Malchin zum Kampf um das dortige Bürgermeisteramt antritt.

Erinnern Sie sich? Mit diesem Plakat warb Axel Müller im September 2013 bei seiner Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Waren um Stimmen.
Carsten Schönebeck Erinnern Sie sich? Mit diesem Plakat warb Axel Müller im September 2013 bei seiner Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Waren um Stimmen.

Der Mann hat nach eigenen Worten einen „Bombenjob, mit tollen Kollegen“. Und trotzdem: Axel Müller ist nicht abgeneigt, sich zum zweiten Mal binnen 18 Monaten beruflich zu verändern. Zur Erinnerung: Im September 2013 hatte sich der Leiter des Amtes für Wirtschaft, Kultur und Tourismus beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als CDU-Kandidat für den Chefsessel im Warener Rathaus beworben. Der Ausflug in die dünne politische Luft endete für den 50-Jährigen eher enttäuschend – lediglich 24 Prozent der Stimmen vereinigte Müller auf sich. „Möller war der bessere Mann“, räumt Müller heute fair ein.

Entscheidung am Freitag

Müller hat seine damalige Niederlage verdaut – und ist jetzt nach Informationen des Nordkurier durchaus bereit, erneut für ein kommunalpolitisches Spitzenamt zu kandidieren. In Malchin wird ein Nachfolger des langjährigen Bürgermeisters Jörg Lange (FDP) gesucht. Mehrere Bewerber haben bereits ihren Hut in die politische Arena geworfen – darunter auch ein CDU-Mann. Zwei Christdemokraten im Kampf um einen Bürgermeisterposten? „Nein, nein“, wehrt Axel Müller ab, „wenn ich antrete, dann als Einzelbewerber“. Und Müllers CDU-Mitgliedschaft? „Die muss dann laut Parteisatzung ruhen“, hat sich Müller bereits schlau gemacht.

Doch noch sei nichts entschieden, alles sei bisher nur Spekulation, versucht Müller die aus Malchin an die Müritz herüber schwappenden Meldungen eher defensiv zu behandeln. Schließlich müsse ein solcher Schritt vom Amtsleiter in Deutschlands größtem Landkreis in das Rathaus von Malchin wohl überlegt werden. Da gelte es, vieles abzuwägen. Doch steht dieser Abwägungsprozess offenbar kurz vor dem Abschluss. Am Freitag soll es in der Personalie Müller ein finales Gespräch geben. Zufall oder nicht? Genau für Freitag hat sich CDU-Kreischef Marc Reinhardt in Malchin angesagt.

 

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