Großer Verlust:

Bärenwald Müritz trauert um Basia

"Ihr Tod trifft uns alle sehr, das müssen wir erst verkraften." Das Team vom Bärenwald Stuer muss Abschied von Basia nehmen, die vor vier Jahren aus Polen an die Seenplatte kam.

Basia konnte ihr neues Zuhause im Bärenwald Müritz vier Jahre lang genießen. Anders als in ihrer alten Heimat, ein polnischer Zoo, war sie im Bärenwald artgerecht untergebracht.
Mihai Vasile Basia konnte ihr neues Zuhause im Bärenwald Müritz vier Jahre lang genießen. Anders als in ihrer alten Heimat, ein polnischer Zoo, war sie im Bärenwald artgerecht untergebracht.

Die 32 Jahre alte Bärendame Basia ist am Montag im Bärenwald Müritz verstorben. Vor eineinhalb Wochen habe die Bärin plötzlich apathisch gewirkt und  seitdem keine Nahrung mehr zu sich genommen, erklärte Betriebsleiterin Winnie Rösner auf Nachfrage. Eine tierärztliche Untersuchung durch Dr. Frank Göritz und das Team vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung ergab dann, dass Basia unter Infektionen an Leber und Lymphknoten litt. "Schweren Herzens entschlossen sich die Ärzte und das Bärenwald-Team, Basia von ihrem Leiden zu erlösen. Ihr Tod trifft uns alle sehr, das müssen wir erst verkraften", sagte Winnie Rösner. Bereits im April  war Bärin Kasia gestorben. Beide Tiere - Kasia und Basia - lebten vor ihrer Umsiedlung in den Bärenwald Müritz in einem Zoo im polnischen Leszno. Dort waren sie in einem 60 Quadratmeter kleinen Käfig, ohne Rückzugsmöglichkeit, ohne tierärztliche Versorgung und ohne artgerechte Ernährung untergebracht. "Unser kleiner Trost ist, dass Basia zumindest ihre letzten Jahre in einer Umgebung verbringen konnte, die artgerecht war und in der sie sich wohl gefühlt hat", sagte Winnie Rösner. 

Im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung wird die tote Basia nun untersucht und nach der genauen Todesursache geforscht. Beerdigt werden kann Basia an der Müritz nicht, dagegen sprechen die geltenden Bestimmungen. Ihr Leichnam wird in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht. "Aber hier bei uns im Bärenwald werden wir an Basia erinnern", betonte Winnie Rösner.