Rollstuhlfechten:

Bald werden die Degen geschwungen

Hongkong, Paris, Montreal, Malchow: Die Inselstadt Malchow mischt erfolgreich auf internationaler Bühne mit und ist wieder Austragungsort des Worldcups im Rollstuhlfechten. In der Kleinstadt laufen längst die Vorbereitungen für das sportliche Großereignis.

An Schnelligkeit stehen die Rollstuhl-Fechter ihren Kollegen im Stehen nicht nach. Das war auch beim Worldcup 2012 beeindruckend zu erleben. Um jedoch in der Bahn zu bleiben, werden die Rollstühle der Sportler am Hallenboden verankert.
Petra Konermann An Schnelligkeit stehen die Rollstuhl-Fechter ihren Kollegen im Stehen nicht nach. Das war auch beim Worldcup 2012 beeindruckend zu erleben. Um jedoch in der Bahn zu bleiben, werden die Rollstühle der Sportler am Hallenboden verankert.

Noch vier Monate, dann ist für die Rollstuhlfecht-Elite wieder Malchow der Nabel der Welt. Bereits zum vierten Mal in Folge ist die Kleinstadt Ausrichtungsort dieser besonderen Sportveranstaltung. 130 Athleten aus 35 Nationen treffen sich im Januar 2014 in der Sporthalle am Clara-Zetkin-Ring, um Sieger zu ermitteln, aber auch um erste Punkte für die Olympia-Qualifikation zu sammeln. Unter Behindertensportlern genießt Malchow einen besonderen Ruf, unter Worldcup-Organisatoren weltweit dient es mittlerweile als Vorbild.

Denn wie kaum ein anderer Austragungsort der insgesamt acht Worldcup-Stationen schaffen die Malchower den Spagat zwischen reibungsloser Organisation und besonderer Atmosphäre. Ein Lob, das Jürgen Becher, Präsident des Verbandes für Behinderten- und Rehabilitationssport MV e. V., schon mehr als einmal gehört hat. „Der Weltcup in Malchow ist einfach etwas Besonderes“, weiß er. Vor allem das Engagement der Malchower selbst sei es, das das Flair des Worldcups ausmache und damit Weltstädte aussteche.

Dennoch, die Malchower mussten Lehrgeld zahlen: Der Worldcup 2012 hat dem Organisationsteam um Monika Knauer vom Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport MV e. V. Grenzen aufgezeigt. 160 Athleten reisten damals in die Inselstadt zum Wettkampf an - zu viele, wie heute eingeschätzt wird.

Das Fazit: Die Teilnehmerzahl in Malchow wird begrenzt auf 130. So soll gewährleistet sein, dass die Sportler beste Wettkampf-Bedingungen vorfinden, dass gleichzeitig auch dem Organisationsteam mit 60 Helfern, 20 Dolmetschern und 25 Kampfrichtern die Arbeit erleichtert wird. Und noch mehr Neuerungen wird es geben: Damit die Zuschauer den Wettkämpfen gut folgen können, wird es über die gesamten drei Wettkampftage hinweg eine Moderation in der Halle geben. Unbedingt festhalten wollen die Organisatoren an der engen Zusammenarbeit mit der Malchower Fleesenseeschule: Die Jugendlichen sind längst unentbehrliche Helfer bei den Wettkämpfen.

 

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