Müritz-Fischtage locken:

Barsch statt Barracuda - Trend zu regionalen Fischen

Gebratene Maräne mit Landbrot oder Rotaugenfilet auf Gemüsebett gefällig? Müritz-Fisch steht jetzt wieder auf den Speisekarten von 40 Restaurants landesweit. Doch warum ist das fast nur zu den am Wochenende beginnenden Müritz-Fischtagen so?

Barsche aus hiesigen Gewässern sind köstlich.
Katja Möller Barsche aus hiesigen Gewässern sind köstlich.

Bekanntlich ist Fisch gesund. Dies natürlich nur, wenn er schmackhaft und vor allem frisch ist. Vom Müritzfischer gibt es Fisch nur von hier, quasi gleich um die Ecke, mit allen damit verbundenen ökologischen Vorteilen. Dieser Fisch ist immer enorm frisch, weil meistens aus dem Tagesfang. Man kann ihn vor dem Kaufen sehen und der Kunde ist sich somit der Frische sicher.

Viele kaufen direkt beim Fischer

Doch leider kommt viel zu wenig Fisch auf den heimischen Tisch und in die Restaurants. "Die flächendeckende Versorgung mit Fisch ist trotz unserer recht großen Gewässerfläche nicht möglich", erklärt der Geschäftsführer der Müritzfischer, Jens Peter Schaffran. "Wir könnten die komplette Stadt Waren mit Fisch versorgen, gehen wir mal vom Pro-Kopf-Fischverbrauch der Bundesrepublik aus. Viele Touristen genießen aber den Fisch direkt beim Fischer, und so bleibt nicht so sehr viel für die gastronomische Versorgung, schon gar nicht für den Lebensmittelhandel." Zudem würden die Handarbeit und die recht kleinen täglichen Mengen den Fisch auch teuer machen. Und teuer selektiere den Markt. Der größere Teil der Fische würde direkt beim Fischer vor Ort verkauft. Den verbleibenden Teil verarbeite man in der Manufaktur und er gelange dann zu den Gastronomen.

Maräne oder Barsch können sich mit jeden Ozean-Fisch messen

Karpfen statt Pangasius, Barsch statt Barracuda - noch wissen scheinbar wenige Menschen Fisch aus heimischen Gewässern zu schätzen. Jeder kaufe wie er es mag und nach seinem Geldbeutel. Vielleicht solle man sich aber darüber, was man isst oder essen möchte, genau erkundigen. "Wir wissen, was unser einheimischer Fisch wert ist, können darüber Auskunft geben und der Kunde kann sich vor Ort überzeugen. Denn gerade die Maräne oder unsere Barsche sind im Süßwasserbereich absolute Highlights und können sich mit jedem Fisch aus den Ozeanen messen", ist der Fischfachmann überzeugt.

Ein typisch mecklenburgisches Fischgericht sei Maräne, gebraten mit Stampfkartoffeln und Petersilie und Gurkensalat. Ein weiterer Klassiker der mecklenburgischen Küche wäre Aal in Aspik mit Bratkartoffeln - eine recht einfache, aber wirklich leckere Kombination.

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