Umgehungsstraße:

Befürworter empört über Umgangston

Der Vorschlag des Warener CDU-Stadtvertreter Hans-Jürgen Kersten, ganz schnell die städtischen Ortsumgehungsflächen zu verkaufen, stößt auf Empörung.

„Diskriminierend“ nennt Jürgen Behrend die Wahl der Worte des CDU-Stadtvertreters Hans-Jürgen Kersten. „Wer die bei der Abstimmung unterlegenen Befürworter der Ortsumgehung in Waren als in Schockstarre befindlich bezeichnet, beleidigt Tausende Warener“, sagt das ehemalige Mitglied der Begleitgruppe, die den Bürgerentscheid vorbereitet hat.

„Wir sind, im Gegensatz zu den Nein-Sagern, immer sachlich geblieben“, so der Warener, der mit einer Gruppe Gleichgesinnter am Montag den Nordkurier besuchte. Kersten hatte im Nordkurier gefordert, die in Waren frei gehaltenen Flächen für eine eventuelle Ortsumgehung jetzt schnell zu verkaufen. „Der Stadtvertreter muss sich von uns fragen lassen, was er denn in der Vergangenheit für die von Lärm und Abgasen geplagten Warener getan hat, die direkt an der B 192 wohnen.“ Behrend und die anderen machen der Stadtvertretung den Vorwurf, viele Jahre in Sachen Lärmschutz lang inaktiv gewesen zu sein. „Jetzt, wenn es um Bodenverkauf und Geld geht, wird sich zu Wort gemeldet. Aber was ist mit den Menschen, die den Verkehr aushalten müssen?“, fragt die aktive Befürworterin einer Umgehung, Maria Patzelt. Der Stadtentwicklungsausschuss der Warener Stadtvertretung will am Dienstagabend über den Vorschlag von Hans-Jürgen Kersten beraten.

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