Demo angemeldet:

Bei Müritz-Sail droht rechte Randale

Tausende Besucher werden sich in diesem Jahr wieder auf der Müritz-Sail vergnügen. Doch es haben sich auch Gäste angesagt, die ihr eigenes Vergnügen haben wollen. Und das hat leider mit Rechtsradikalismus und Gewalt zu tun!

Spiel und Spaß am Hafen: Aber was passiert, wenn der Kreis die angekündigte Nazi-Demo nicht verbietet?
Archiv/Carsten Schönebeck Spiel und Spaß am Hafen: Aber was passiert, wenn der Kreis die angekündigte Nazi-Demo nicht verbietet?

Der Landkreis als zuständige Behörde hält sich zurück, spricht lediglich „von einer Privatperson, die eine Demonstration angemeldet hat“. Doch diese Privatperson hat es in sich – es handelt sich um einen in Waren stadt- und polizeibekannten Rechtsradikalen, der sich stets im unmittelbaren Umfeld der NPD-Abgeordneten Doris Zutt herumtreibt. Und dieser Extremist ruft in den Sozialen Netzwerken auf, am 16. Mai in Waren gegen „System und Kapital“ zu demonstrieren. Derzeit laufe die bundesweite Mobilisierung auf Hochtouren, so die Botschaft aus dem rechtsradikalen Lager. 

Während im Ordnungsamt des Landkreises lapidar auf das Grundrecht der Demonstrationsfreiheit hingewiesen wird, haben Polizei und Verwaltung am Veranstaltungsort Waren Bauchschmerzen. Schließlich würde ein durch die Straßen ziehender brauner Mob wenig zur weltoffenen Müritz-Sail passen. „Das würde kein gutes Licht auf unsere Stadt werfen, gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele auswärtige Gäste an diesem Wochenende rund um Deutschlands größten Binnensee tummeln“, kommen mahnende Worte aus dem Rathaus.

Kann ein Gespräch noch etwas richten?

Nach Informationen des Nordkurier wollen die Demonstranten sogar unmittelbar über das Veranstaltungsgelände am Hafen ziehen. Das müsse zumindest unbedingt verhindert werden, hoffen die Verantwortlichen in Waren auf ein Entgegenkommen der Genehmigungsbehörde – und setzen auf ein Kooperationsgespräch, das am kommenden Dienstag beim Landkreis am Regionalstandort Demmin stattfinden soll.

Und noch etwas macht der Polizei in Waren mächtig Sorgen. Neben der  Absicherung der Müritz-Sail und neben der Demo der Neonazis findet just an jenem 16. Mai auch das Ostderby in der 3. Liga zwischen Hansa Rostock und Energie Cottbus statt. Für den Kick im Ostseestadion werden ebenfalls massive Polizeikräfte benötigt. Wenn jetzt noch linke Gruppierungen der rechtsradikalen Demo in Waren die Stirn bieten wollen, ist die explosive Gemengelage programmiert.

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