Explosiver Fund an der Müritz:

Beim Toilettengang Munition entdeckt

Das hätte auch in die Hose gehen können. Ein Wassersportler will nur mal fix an Land aufs Klo. Doch schnell findet er heraus er, warum das Ufer mit Sperrtonnen gesichert wird.

Eine Tonne markiert die Stelle, wo die Munition noch auf dem Müritz-Grund liegt.
Petra Konermann Eine Tonne markiert die Stelle, wo die Munition noch auf dem Müritz-Grund liegt.

Wieder ein Munitionsfund in Boek. Nachdem Wassersportler bereits in der vergangenen Woche am Grund der Müritz vor Boek einen munitionsähnlichen Gegenstand entdeckt hatten, fand ein Wassersportler nun erneut Munition. Nach Angaben der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren lag der vermutlich gefährliche Gegenstand dieses Mal am Ufer – und zwar in einem ohnehin abgesperrten Bereich westlich des Bolter Kanals. Wie Polizeihauptkommissar Volker Trost erklärte, handelt es sich dabei um einen Bereich am Rechliner Ufer, der stark durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg und der Stationierung der Sowjetarmee zu DDR-Zeiten belastet ist.

Auf der Landseite warnen Schilder vor dem Betreten des Areals. Wasserseitig sind Sperrtonnen ausgelegt - heißt Befahren des Uferbereiches verboten. „Der Wassersportler ist trotzdem hindurch gefahren, um am Ufer seine Notdurft zu verrichten. Dabei hat er die Munition entdeckt“, so Volker Trost weiter. Die Wasserschutzpolizisten haben den Munitionsbergungsdienst über den Fund informiert. Der sei aber derzeit noch mit der Bergung der Brandbombe in Rostock eingebunden. „Wir gehen davon aus, dass dieser neue Munitionsfund bald geborgen wird“, erklärte er. Auch die Bergung der Munition in der Bolter Bucht ist noch nicht erfolgt. Hier warte man auf den Einsatz der Spezialtaucher, so Trost.

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