Unmut in Penzliner Ortsteilen:

Beim Winterdienst herrscht Frost-Stimmung

Kurz vor dem angekündigten Wintereinbruch streiten sich Penzliner mit der Stadt: Wer muss denn nun die Wege räumen und vor allem: Wer muss zahlen? Im Rathaus schreibt man bereits Rechnungen.

Wer beräumt denn nun die Zufahrtsstraßen vom Schnee? Die Bewohner der Penzliner Ortsteile wurden beim Winterdienst zur Kasse gebeten. Es hagelte Widersprüche.
Jens Büttner Wer beräumt denn nun die Zufahrtsstraßen vom Schnee? Die Bewohner der Penzliner Ortsteile wurden beim Winterdienst zur Kasse gebeten. Es hagelte Widersprüche.

Wann müssen die Zufahrtsstraßen morgens vom Schnee befreit sein? Das wollte Martin Aug von seiner Stadtverwaltung in Penzlin wissen. „Auf meine Fragen hat das Amt immer noch nicht geantwortet“, sagt er. Ein gutes Jahr ist es her, dass der Wustrower gegen den Bescheid der Stadt Widerspruch eingelegt hat. Knapp 200 Euro sollte er für den Winterdienst vor seiner Haustür zahlen. Warum er zur Kasse gebeten wird, aber wenige Meter weiter bei den Nachbarn keine Gebühr erhoben wird, das konnte Aug nicht verstehen. Doch die Antworten der Stadtverwaltung auf seinen Widerspruch hätten ihm das bisher nicht erklärt. Aber eine neue Rechnung ist bei ihm angekommen.

Dutzende weitere Widersprüche flatterten ins Rathaus. Denn erstmals wurden die Bewohner der Penzliner Ortsteile beim Winterdienst zur Kasse gebeten. „Wir haben das eine ganze Weile einfach gemacht, aber keine Rechnungen gestellt“, erläutert Ordnungsamtsleiter Sven Rose. Das sei aber zu recht kritisiert worden. Schließlich zahlen die Bewohner des Penzliner Stadtgebietes, wenn ihnen diese Arbeit abgenommen wird.

Immerhin einen Teilerfolg hat der Protest erreicht. Die Stadt ließ die Gebühren neu berechnen. Die Kosten für die Bürger haben sich beinahe halbiert. „Auch nachträglich für das letzte Jahr“, wie Rose erklärt. Wer damals ohne Widerspruch gezahlt habe, bekommt den Betrag jetzt gutgeschrieben.

Rein juristisch ist das Freihalten der Gehwege Pflicht der Anlieger. In den Ortsteilen häufen sich allerdings die Ausnahmen. Grund sind Mischflächen, dort, wo es keinen abgesetzten Bürgersteig gibt. „Wenn wir da die Fahrbahn frei räumen, erfüllen wir damit auch die Auflagen der Bürger für die Gehwege“, so Rose. Im Sinne der Gebührengerechtigkeit müssten die Bürger dann dafür zahlen.

„Wir planen so, dass die Fahrzeuge bis 7 Uhr morgens einmal überall waren“, sagt Rose. Doch das ließe sich - je nach Wetter - nicht immer sicherstellen. In Wustrow würden erst zwischen 7.30 und 10.30 Uhr die Räumfahrzeuge den Ort erreichen, so Aug.

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