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Beratungsstelle für Arbeitslose vor dem Aus

Für Arbeitslose droht in Röbel eine wichtige Anlaufstelle wegzubrechen. Wenn nicht von irgendwo finanzielle Unterstützung kommt, müssen die Mitarbeiter schon in zwei Monaten mit dem einpacken beginnen.

Großer Andrang herrschte schon bei der Einweihung der Beratungsstelle für Arbeitslose mit Kleiderkammer in der Hohen Straße in Röbel. Jetzt droht die Schließung.
Elke Enders Großer Andrang herrschte schon bei der Einweihung der Beratungsstelle für Arbeitslose mit Kleiderkammer in der Hohen Straße in Röbel. Jetzt droht die Schließung.

Hilferuf vom Arbeitslosenverband Müritz: Wenn Unterstützung ausbleibt, drohe der Röbeler Beratungsstelle bereits zum März nächsten Jahres die Schließung. Das teilte Projektmanagerin Adele Schawe mit. Hintergrund sind veränderte Förderrichtlinien, insbesondere beim Europäischen Sozialfonds (ESF). Demnach müsste die Organisation fortan einen Eigenanteil von 30 Prozent der anfallenden Kosten selbst erbringen. Etwas, das aus eigenen Kräften für den kleinen Verein nicht möglich sei, wie Adele Schawe darlegt.

Monatlich sind es rund 270 Hilfesuchende, die in die Beratungsstellen des Arbeitslosenverbandes Müritz kommen. Allein in der Röbeler Anlaufstelle in der Hohen Straße 31 werden jeden Monat zwischen 138 und 150 Personen gezählt, die hier Unterstützung finden. Das Gros der Beratungen nehmen die Belange rund um das Arbeitslosengeld II ein, wie Überprüfung, Weiterbewilligung, Widerspruch und vieles mehr.

Viel Zuspruch findet auch die Möbelbörse, die sich im Glienholzweg 1 in Röbel befindet, sowie die Kleiderbörse, die mit in der Beratungsstelle in der Hohen Straße „sitzt“. Auch hier sind es immerhin um die 60 Leute jede Woche, die aus Röbel und Umgebung nach bezahlbaren und noch gut erhaltenen Kleidungsstücken Ausschau halten.

Nun droht die ganze Beratungsstelle, die erst im Januar 2013 den neuen Standort in der Hohen Straße bezogen hat, den Bach runter zu gehen. Die Räumlichkeiten haben sich als solche bewährt. „Wir würden schon gern drin bleiben“, schildert Adele Schawe, die deshalb den Aufruf startet – rechtzeitig, ehe es zu spät ist: „Mit der Bitte um finanzielle Unterstützung für den Erhalt unser Beratungsstelle“.