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Besucher dürfen nicht zu den Petzen

Zum ersten Mal in der Geschichte des Bärenwaldes ist die Tierschutzeinrichtung geschlossen. Das aber hat nichts mit der Winterruhe einiger Petze zu tun.

Nicht alle Bären im Bärenwald Müritz haben sich zur Winterruhe zurückgezogen. Dennoch bleibt die Einrichtung bis Ende des Monats geschlossen.
Petra Konermann Nicht alle Bären im Bärenwald Müritz haben sich zur Winterruhe zurückgezogen. Dennoch bleibt die Einrichtung bis Ende des Monats geschlossen.

Neun Bären liegen auf der faulen Haut und halten Winterschlaf, die zehn anderen mögen daran gar nicht denken. Bei den frühlingshaften Temperaturen eigentlich kein Wunder. Trotzdem hat der Bärenwald zum ersten Mal in seiner sechsjährigen Geschichte geschlossen. Wie Betriebsleiterin Winnie Rösner bestätigte, bleibt die Einrichtung bis zum 30. Januar zu.

„Im Januar kommen erfahrungsgemäß etwas weniger Besucher. Diese ruhigere Zeit wollen wir nutzen, um Verschönerungsarbeiten im Bärenwald durchzuführen. Nach sechs Jahren Dauerbetrieb ist das nötig. Jetzt können wir das machen, ohne dass wir unsere Besucher stören“, sagt sie.

Es sollen Farbanstriche aufgefrischt oder auch kleine Reparaturen durchgeführt werden. Darüber hinaus arbeiten die Bärenwald-Mitarbeiter konzeptionell: Sie wollen das Programm für 2014 und 2015 auf die Beine stellen. Dazu wird in Teams getüftelt und nachgedacht, so Winnie Rösner weiter.

Selbstverständlich sind die Tierpfleger auch weiterhin jeden Tag im Bärenwald, um die Tiere zu füttern, die sich nicht zur Winterruhe zurückgezogen haben. „Aber auch wenn alle Bären schlafen würden, wäre immer jemand von uns vor Ort, um nach dem Rechten zu schauen“, betont die Betriebsleiterin.

Für 2014 erwarten die Tierschützer keinen Neu-Zugang im Bären-Gehege. „Trotzdem stehen wir parat, um Schnute aus Berlin aufnehmen zu können, wenn der Berliner Senat eine Entscheidung trifft“, so Winnie Rösner. Die beiden Berliner Bären Maxi und Schnute sind seit Jahren in einem kleine Betonkäfig untergebracht – nicht artgerecht, wie Tierschützer kritisieren. Vorstöße der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“, der Trägerin des Bärenwaldes Müritz, beide Tiere an die Müritz zu holen, fruchteten bislang nicht. Bärin Maxi ist inzwischen gestorben.