Büdnerei lockt mit viel Kultur:

Bilder, Blumen und Blues

Ob Malerei, Musik oder Rosenmarkt – am Wochenende ist wieder viel „Kultur in der Bude“ der Büdnerei Lehsten.

Marianne Kindt vor ihren Lieblingsmotiven: Alles was blökt, kräht und vor allem muht.
Silke Voß Marianne Kindt vor ihren Lieblingsmotiven: Alles was blökt, kräht und vor allem muht.

Ein Büdnerei-Besuch ist eine sinnliche Angelegenheit. Man muss nur an den vielen Rosenstöcken schnuppern, die „Büdnerin“ Brunhilde Schmalisch so dufte in Zinkschüsseln auf dem Kopfsteinpflaster des Hofes arrangiert hat.

Bäuerlich wild-romantisch ist das, und zu erleben am Sonntag, 22. September, zwischen 11 und 18 Uhr im Gartenmarkt der Büdnerei – für den Hans und Brunhilde Schmalisch sich in einer riesigen Baumschule bei Pinneberg umgesehen haben. Dazu gibt es alles Schöne rings um Hof und Garten. Und aus dem Galeriecafé, in dem Brunhilde Schmalisch gerade einen Rosentee bereitet, scheint es zu blöken, zu gackern, zu krähen und vor allem zu muhen – hier sind seit wenigen Tagen die Bilder von Marianne Kindt zu sehen. Die Künstlerin aus Laage bei Rostock hat die Tiere von Haus und Hof auf Leinwand gebannt – ganze serielle Herden spazieren hier herum. Möglicherweise sind es auch Kindheitserinnerungen, die auftauchen – schließlich ist Marianne Kindt ein Nordkind, die Großeltern bewirtschafteten einen Hof und sie liebte Duft und Wärme eines Stalles.

Einem großen Rinderzuchtbetrieb bei Neubrandenburg jedenfalls gefielen Marianne Kindts witzig gemalte Kühe, und es sollten mehr, ja auch Bullen-“Porträts“ werden. Heute schafft sie sogar Kuhbilder für Auftraggeber bis in die Schweiz. Denn viele Kühe machen nicht nur Mühe, sondern auch Schaffensfreude und bringen Geld – Marianne Kindt kann von ihrer Kunst leben. Außerdem betreut sie immer wieder Malkurse in der Büdnerei, wo sich gerade einige Rostockerinnen in der Landschafts- und freien Malerei probieren. Und auch ihre frische Art, an die Kunst heranzugehen, hat ihnen Erfolg beschert: Während einer Ausstellung in der Büdnerei wurden drei Bilder verkauft, eines auch an einen Schweizer Kunsthändler. Und da hier immer „Kultur in der Bude“ ist, kommt morgen, am Sonnabend, noch ein Mann aus Carolina, Guitar Crusher. Er singt von Geldnot, Frauen, Schmerz, Liebe, Hoffnung und bringt ab 20 Uhr den Blues in die Büdnerei.

 

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