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Bitte von der Tafel: Bunte Teller nicht leer essen

Süßigkeiten, Spielzeug und Kinderbekleidung. Wer in den Tagen nach Weihnachten anderen noch etwas Gutes tun will, ist bei der Warener Tafel an der richtigen Adresse. Hier sammeln die Helfer für Kinder, die sonst nichts bekommen.

Jens Falke (links) löst Günther Hoffmann mit Beginn des neuen Jahres an der Spitze der Warener Tafel ab.
Thomas Beigang Jens Falke (links) löst Günther Hoffmann mit Beginn des neuen Jahres an der Spitze der Warener Tafel ab.

Heinz Nitzsche kennt das Elend wie kaum jemand. Was die meisten Anderen nur aus Büchern oder von Bildern wissen, erlebt der Mann aus Linstow seit vielen Jahren am eigenen Leib. Seit mehr als 20 Jahren reist der Christ kreuz und quer durch Russland und die Ukraine und bringt dort Spenden an den Mann. Und an die Kinder. Denn als eine der ganz festen Adressen des eifrigen Spendeneintreibers gelten Kinderheime und Krankenhäuser in Mariupol, einer 500 000-Einwohner-Stadt in der Ukraine am Asowschen Meer. Pünktlich zum orthodoxen Weihnachtsfest am 6. Januar will Heinz Nitsche dort wieder Kinderaugen leuchten sehen. Aber dafür braucht er die Hilfe ganz vieler Müritzer.

Günther Hoffmann, der Chef der Warener Tafel, die Woche für Woche rund 3500 Frauen. Männer und Kinder aus der Region mit Lebensmitteln versorgt, hat wie in jedem Jahr zuvor bereits Unterstützung zugesagt. "Wir würden das nicht machen, wenn wir nicht sicher wären, dass die Hilfe auch tatsächlich in vollem Umfang bei den Bedürftigen ankommt." Hoffmann, der den Staffelstab als Chef der Warener Tafel mit Beginn des neuen Jahres an Jens Falke übergibt, stellt ganz selbstverständlich "sein" Areal für die Sammelaktion des Heinz Nitzsche zur Verfügung. "An beiden Tagen nach Weihnachten, am Freitagnachmittag und am Sonnabendvormittag, können Spenden auf dem Gelände der Tafel, Am Wiesengrund 2 in Waren, abgegeben werden." Besonders gefragt, so Hoffmann, seien Süßigkeiten. "Also bitte, wenn möglich, die bunten Teller nicht restlos leeren, sondern eine Kleinigkeit aufheben und bei uns abgeben." Die Kinder in den Waisenheimen in Mariupol hätten sonst kaum Geschenke oder Naschereien zu erwarten, weiß Hoffmann aus den lebhaften Reiseberichten des Heinz Nitzsche. Aber auch Spielzeug oder Kinderbekleidung seien der Renner unter den ukrainischen Kindern, heißt es.

Schon ab Sonnabend-Mittag werden die gespendeten Wohltaten auf einen Transporter verladen, der bald darauf in Richtung Asowsches Meer aufbrechen will.