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Bomben-Einsatz in der Bolter Bucht

Gefährlicher Einsatz mitten im Urlaubsparadies an der Müritz: Am Grund der Bolter Bucht bei Boek soll eine Bombe liegen. Dass das stimmt, wurde jetzt bei einem Tauchgang festgestellt.

Die Männer vom Munitionsbergungsdienst machen sich auf den Weg zum Fundort der vermeintlichen Bombe.
Petra Konermann Die Männer vom Munitionsbergungsdienst machen sich auf den Weg zum Fundort der vermeintlichen Bombe.

Taucher des Munitionsbergungsdienstes Schwerin haben am Mittwoch in der Bolter Bucht den Gegenstand untersucht, den ein Wassersportler vor einigen Wochen als Munitionsfund gemeldet hatte. Nach der fast zweistündigen Untersuchung unter Wasser war klar: Bei dem etwa 1,50 Meter großen Gegenstand, der sich in knapp einem Meter Tiefe auf dem Müritzgrund befindet, handelt es sich tatsächlich um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Experten des Munitionsbergungsdienstes haben die Bombe unter Wasser fotografiert, die Bilder aber nicht freigegeben. Erst nach einer Auswertung dieser Bilder am Computer können Aussagen darüber getroffen werden, ob eine Bergung der Bombe und eine spätere Entschärfung erfolgen kann oder ob die Bombe vor Ort in der Bolter Bucht gesprengt wird, so die Fachleute.

In dem südlichen Bereich der Müritz kommt es immer wieder zu Bombenfunden. Während des 2. Weltkrieges befand sich in Rechlin die Erprobungsstelle der Luftwaffe. Es wurden dort auch Bomben-Übungsabwürfe trainiert. Im Mai 1945 wurde Rechlin zudem von den Alliierten bombardiert.

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