Auferstanden aus Ruinen:

Brand-Familie feiert Weihnachten im neuen Haus

Ende gut, alles gut. Nach einem traumatischen Erlebnis zu Jahresbeginn, als eine Röbeler Familie über Nacht alles verlor, ist das neue Heim bezugsfertig. Trotzdem bleibt ein Stück Wehmut für immer zurück.

Maurice und Monique Hanschick genießen den Blick aus dem Fenster. Am Freitag zieht die Familie in ihr neues Heim ein.
Thomas Beigang Maurice und Monique Hanschick genießen den Blick aus dem Fenster. Am Freitag zieht die Familie in ihr neues Heim ein.

Auferstanden aus Ruinen. Für keine andere Röbeler Familie stimmt dieses Motto besser als für die vier Hanschicks aus der Fritz-Reuter-Straße. Am Freitag schlafen Michael und Monique Hanschick mit ihren zwei Kindern zum allerersten Mal in ihrem neuen Haus. Und das Versprechen, dass sich die Frau des Hauses am 25. Februar gegeben hat - das nächste Weihnachten wieder in eigenen vier Wänden zu feiern - ist tatsächlich wahr geworden: Das neue Heim steht.

Aber daran glauben wollten in der Unglücksnacht nur unverbesserliche Optimisten wie Monique Hanschick. Das alte Fachwerkhaus, in dem die Hanschicks drei Jahre glücklich lebten, wurde Opfer eines Brandes, der im unbewohnten Nachbargebäude ausbrach. Ursache der Katastrophe: ein Defekt an der Elektroanlage. „Mitten in der Nacht wurde mein Mann wach“, erinnert sich Monique Hanschick immer noch mit Grausen an die schrecklichen Stunden. „Wir kamen gerade noch so heraus.“ Seitdem lebt die Familie beim Vater der Ehefrau, mit fünf Leuten, vier Hunden und einer Katze auf gut 80 Quadratmeter. „Wir besaßen praktisch nichts mehr, außer dem, was wir am Leibe trugen.“Was sich dann aber ereignete, war selbst für die Müritzregion, deren Bewohner eng beieinander stehen, eher ungewöhnlich. Eine breite Welle der Solidarität schwappte durch die Stadt, per Facebook organisierte sich eine Unterstützergruppe, überall wurde gesammelt und gespendet. „Kindersachen, Spielzeug, überhaupt alles haben uns Leute geschenkt“, berichtet die Hausherrin.

Doch trotz aller Freude und des Stolzes über den Neubau, die letzte Wehmut will bei Monique Hanschick nicht weichen. "Ehrlich, wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich das alte Haus lieber zurück haben wollen." Das hatte "Seele". Auch alles Geld, das von der Versicherung gezahlt wurde, kann den Verlust des verbrannten Hab und Gutes nicht ersetzen. "So viele Erinnerungsstücke, Fotos und Bücher, die samt und sonders verloren sind", seufzt Monique Hanschick. Aber jetzt werde nach vorn geguckt.

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