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Brandstiftung? Polizei will (noch) nichts verraten

Die Feldsteinscheune in Altenhof, die im August abgebrannt ist, beschäftigt noch immer die Polizei. Die Frage nach der Ursache ist offiziell noch nicht beantwortet.

Von der Scheune in Altenhof blieb nur ein großes Trümmerfeld übrig. Die Anwohner kamen mit dem Schrecken davon.
Petra Konermann Von der Scheune in Altenhof blieb nur ein großes Trümmerfeld übrig. Die Anwohner kamen mit dem Schrecken davon.

Auch knapp fünf Wochen nach dem verheerenden Brand einer Feldsteinscheune in Altenhof sind die Hintergründe nicht endgültig geklärt. „Der Fall ist nicht beendet. Die Ermittlungen laufen und werden intensiv geführt“, erklärte Diana Mehlberg von der Polizeiinspektion Neubrandenburg. Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen seien, könne auch die Frage nach der Ursache – Brandstiftung wurde frühzeitig angenommen – offiziell beantwortet werden.

Dass die zuständige Sachbearbeiterin noch keine konkreten Ergebnisse präsentiert habe, könne für Außenstehende schwer verständlich sein, räumt die Sprecherin ein. Dennoch sei dieses Vorgehen aus „ermittlungstaktischen Gründen“ notwendig. „Wenn wir zu früh zu viel verraten, besteht die Möglichkeit, dass wir dadurch den Erfolg gefährden“, sagte Diana Mehlberg. Derzeit, ergänzte Kollegin Katrin Jähner, fänden weitere Vernehmungen von Zeugen des Vorfalls statt. Für die Zeugen seien überdies bestimmte Fristen einzuhalten, so die Polizei-Sprecherin weiter.

100000 Euro Schaden

Rückblick: In der Nacht zum 11. August wurden viele Altenhofer kurz nach 1 Uhr von ohrenbetäubendem Lärm aus dem Schlaf gerissen. Eine Feldsteinscheune mitten im Ort im Südwesten der Müritzregion stand lichterloh in Flammen. Fast explosionsartig hatte sich das Feuer in dem alten Gebäude ausgebreitet. Etwa 80 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Altenhof, Stuer, Fincken, Leizen/Minzow, Linstow, Bütow, Rogeez und Röbel sowie der Feuerwehr-Führungsgruppe des Amtes Röbel Müritz rückten an. Sie waren stundenlang im Einsatz, um dem Inferno Herr zu werden. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf mindestens 100 000 Euro beziffert.