Ungeklärte Fälle an der Müritz:

Brandstiftung, Überfall, Unfall – Polizei ermittelt

Ob an den Tat- und Unglücksorten in Gotthun, Waren oder zwischen Klein Plasten und Möllenhagen: Rund um die Müritz gibt es in den Kriminalakten der Polizei noch ungeklärte Fälle – der Nordkurier gibt einen aktuellen Überblick zum Stand der Ermittlungen.

Der Überfall auf ein Schmuckgeschäft in Waren ist noch nicht aufgeklärt.
Nadine Schuldt Der Überfall auf ein Schmuckgeschäft in Waren ist noch nicht aufgeklärt.

Ein ohrenbetäubender Knall riss in der Nacht zum 3. Februar die Bewohner Gotthuns aus dem Schlaf: Binnen weniger Minuten gingen zehn Bootsschuppen im Hafen in Flammen auf – 250 000 Euro Schaden beklagten die Besitzer. Jetzt, sechs Wochen später, laufen die Ermittlungen nach dem Brandstifter immer noch auf Hochtouren. „Wir haben einen Tatverdächtigen im Visier, ihn aber noch nicht gefasst“, macht Karen Lütge, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg, deutlich. In Gotthun kursierende Gerüchte, wonach der Brandstifter direkt aus dem Dorf kommt, kommentiert Lütge nicht.

Ähnlich bedeckt hält sich auch Lütges Kollegin Nicole Buchfink. Die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich des bewaffneten Raubüberfalls auf ein Juweliergeschäft in Warens Innenstadt am 16. Februar. Es gebe noch keine konkreten Täterhinweise, teilt Buchfink mit. Und was ist mit dem Überfall auf einen Juwelier am Montagabend dieser Woche in Teterow? Gibt es einen Zusammenhang? „Das kann man nie ganz ausschließen“, antwortet die Pressesprecherin professionell und zurückhaltend.

Ursache von schwerem Unfall noch unklar

Ungeklärt bleibt auch noch die Ursache für den schweren Unfall vor drei Tagen auf der Bundesstraße 192 zwischen Klein Plasten und Möllenhagen. Dort war ein Transporter mit einer dreiköpfigen Familie an Bord gegen einen Baum geprallt. Der 50-jährige Fahrer und seine 37-jährige Beifahrerin liegen schwer verletzt im Klinikum – „konnten noch nicht zum Unfallhergang befragt werden“, sagt Karen Lütge. Der siebenjährige Junge, der ebenfalls mit im Transporter saß, kam bei dem Crash glimpflicher davon.

So auskunftsfreudig die beiden Pressesprecherinnen ihren Job auch je nach Einzelfall ausüben dürfen und müssen, bei „Personalien des höheren Dienstes“ sind Lütge und Buchfink die Hände gebunden – es folgt der Verweis auf das Innenministerium. Konkret: Ob es bereits einen Nachfolger für Warens ehemaligen Polizeichef Wulf Nehls gibt, darf nur das Innenministerium verkünden. In der dortigen Pressestelle aber vertröstete man auf Mittwoch. Fakt ist: Bis auf weiteres schwingt – in bewährter Form – Bernd Ochlast stellvertretend das Zepter im Polizeirevier Am Mühlenberg.