Region kommt nicht zur Ruhe:

„Brötchendiebe“ ziehen ihre Spur durchs Land

Die Polizei fahndet weiter intensiv nach den Serien-Einbrechern in Bäckereien der Region. Zwar hat man den Langfingern noch nicht das Handwerk legen können, aber schon eine gewisse Logik in den Einbrüchen entdeckt.

Ein vermummter Einbrecher bei der „Arbeit“. Schon seit Wochen verunsichern zahlreiche Einbrüche besonders die Einwohner in Röbel.
Andreas Gebert Ein vermummter Einbrecher bei der „Arbeit“. Schon seit Wochen verunsichern zahlreiche Einbrüche besonders die Einwohner in Röbel.

Jetzt auch die Therme. Nach zahlreichen Einbrüchen in Röbeler Arztpraxen und in Bäckereien der kleinen Müritzstadt und im benachbarten Waren musste in der Nacht von Montag zu Dienstag auch die gerade in den letzten Sanierungs-Zügen liegende Müritz-Therme dran glauben. Noch unbekannte Täter brachen die Eingangstür auf und suchten im Inneren des Spaßbades nach brauchbarer Beute. Sehr zum Ärger von Röbels Bürgermeister Heiner Müller (SPD). So kurz vor der ersehnten Wiedereröffnung des Wasserparadieses könne man dergleichen nun wirklich nicht gebrauchen.

Röbel kommt nicht zur Ruhe. Noch immer sorgen sich die Röbeler um die Einbrüche in verschiedene Arztpraxen, dazu liegen ihnen die geknackten Bäckereien und Brötchen-Filialen schwer im Magen. Bislang letzter Vorfall in dieser Angelegenheit: Erst vor einer Woche sind drei Läden, zwei in Röbel, einer in Waren, erneut in das Visier der Ganoven geraten. Immerhin 3500 Euro betrug in einer einzigen Nacht der dabei angerichtete Schaden.

Bestimmte Handlungsweise entdeckt

Noch tappen die Ermittler in Sachen „Brötchen-Diebe“ im Dunkeln. Sie haben aber den zahlreichen Einbrüchen in die Backstuben schon eine gewisse Logik abgewinnen können und dabei einen „modus operandi“, eine immer wiederkehrende bestimmte Handlungsweise, erkannt. Röbel, Waren und Malchow seien doch beileibe nicht die einzigen Städte landesweit, in denen Bäcker um ihr sauer verdientes Geld fürchten müssen, heißt es aus einer zuverlässigen Quelle bei der Polizei. Aus Dummerstorf bei Rostock, aus Plau am See oder Schwaan seien in den vergangenen Wochen Einbrüche in Bäckereien bekannt geworden.

„Die Herangehensweise der Täter ist dabei fast immer gleich gewesen“, so ein führender Ermittler gegenüber dem Nordkurier. Zudem seien alle ins Visier geratenen Objekte in Kommunen beheimatet, die sich nicht weit von Autobahnen entfernt befinden.

In manchen Nächten wurde sogar nacheinander in zwei Läden eingebrochen, die wahrscheinlichen Zeitpunkte der Einbrüche  entsprechen den Entfernungen beider Orte. Es spreche sehr vieles dafür, heißt es weiter, dass es sich überall um die gleiche Tätergruppe handelt.

Einen Schritt weiter sind die Ermittler wohl schon, was die Angriffe auf Arztpraxen betrifft. Mehr allerdings ist nicht zu hören. Man sei gegenwärtig dabei, die Beweise so zu sichern, dass die auch vor Gericht Bestand haben.

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