Staatsanwaltschaft ermittelt:

Buchen, Bocksee, Benzol: Ein tödlicher Cocktail

Benzol ist eine chemische Substanz, die Bestandteil von Benzin ist. Krebserregend bei Menschen und auch tödlich für die Buchen von Bocksee. Der Fall der abgestorbenen Bäume liegt jetzt auf dem Tisch der Staatsanwaltschaft.

Wer verabreichte den Buchen die giftige Substanz?
Marc Müller Wer verabreichte den Buchen die giftige Substanz?

Obwohl die Polizei bereits seit Mitte August im Fall der 25 vergifteten Buchen bei Bocksee ermittelt, ist nach wie vor unklar, wer den Bäumen den tödlichen Cocktail verabreicht hat. Bis jetzt konnte die Polizei keinen Tatverdächtigen ermitteln. „Es wurden mehrere Zeugen vernommen, aber es hat sich kein Tatverdacht erhärtet“, schildert Diana Mehlberg, Kriminalhauptkommissarin und Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg.

Inzwischen liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg auf dem Tisch. Sie ermittelt nach Aussage von Staatsanwältin wegen Sachbeschädigung und unerlaubten Umgangs mit Abfällen. Hintergrund der Ermittlungen: Mitte August hatte ein Revierförster bei Bocksee entdeckt, dass 25 Buchen im Wald hinter den Feldern des Betriebes Saatzucht Steinach angebohrt und mit einer schädlichen Flüssigkeit befüllt worden waren. Die Folgen waren verheerend: Die Buchen verloren mitten im Sommer ihre Blätter, die meisten sind mittlerweile tot.

Klar ist mittlerweile, woraus der Giftcocktail, den Unbekannte wahrscheinlich schon im Frühjahr diesen Jahres in die Buchen gefüllt haben, besteht. „Die Flüssigkeit enthielt Verbindungen von Toluol, Xylole, Trimenthylbenzole und Propylbenzole“, erläutert Diana Mehlberg. Bei diesen Substanzen, die sich wie Zungenbrecher lesen und anhören, handele es sich um typische Komponenten von Benzolen und Benzin sowie diversen Verdünnern, erklärt Diana Mehlberg. Benzin, das für Boots- und Flugmotoren sowie Motoren in Rasenmähern, Kettensägen bis hin zu Landfahrzeugen benötigt wird.

Im Zusammenhang mit dem tödlichen Cocktail weist Diana Mehlberg auf die Folgen hin, wenn Menschen mit den Substanzen in Kontakt kommt. „Sie sind krebserregend, wenn sie in die Atemwege eindringen“, warnt die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg.

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