Nun wird aufgeräumt:

Bunker-Müll wandert doch noch in die Tonne

Das hat sehr lange gedauert. Vor einem Jahr machte ein Nordkurier-Leser auf einen Missstand aufmerksam. Jetzt erst soll die Sache sich zum Guten wenden. Alle Erwartungen erfüllen sich aber nicht.

Der Müll liegt schon lange in dem Bunker unweit der Umgehungsstraße am Neustrelitzer Stadtrand.
Marlies Steffen Der Müll liegt schon lange in dem Bunker unweit der Umgehungsstraße am Neustrelitzer Stadtrand.

Der zugemüllte Bunker am Neustrelitzer Stadtrand wird beräumt. Das hat Landkreissprecherin Haidrun Pergande dem Nordkurier am Mittwoch bestätigt. Nach der Räumung soll die Bunkeranlage geschlossen und gesichert werden, sodass sie nicht erneut als Mülllagerstätte missbraucht werden kann. Der illegale Müllablageplatz ist indessen bereits seit gut einem Jahr bekannt. Nordkurier-Leser Holger Jandt hatte den  Platz im Stadtforst entdeckt. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Stadtförster Peter Höfener war zugesichert worden, sich um die Entsorgung zu kümmern. Das ist offenbar auch passiert.

„Die Meldung dieses Missstandes an den Landkreis durch die Stadt Neustrelitz ist im vorigen Jahr erfolgt“, bestätigte Rathaussprecherin Petra Ludewig. Sie erinnerte auch daran, dass es im vergangenen Jahr eine Vor-Ort-Besichtigung des Stadtförsters mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung gegeben habe. Zu diesem Zeitpunkt war der Bunker noch als Fledermausquartier in Erwägung gezogen worden und sollte für eine solche Nutzung auch beräumt werden. Davon ist jetzt aber keine Rede mehr. 

Die Bunker-Anlage existiert seit vielen Jahrzehnten, war aber offenbar schon lange  in Vergessenheit geraten. Sie wurde Ende der 1950er-Jahre errichtet. Dort soll Munition gelagert worden sein. Später wurden dort auch medizinische Gase zum Zwecke der Zivilverteidigung der DDR vorgehalten, hatten Nordkurier-Recherchen ergeben.

 

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