Interessenten nach der Insolvenz:

Das Hauen und Stechen um Firma Ziems beginnt

Licht am Ende des Tunnels? Gleich mehrere Bewerber soll es um das in Schieflage geratene Malchower Recyclingunternehmen geben. Wer da mitmischen will, ist aber ein Geheimnis.

Die Arbeit in der Ziems Recycling GmbH in Malchow geht weiter – auch wenn nun offiziell das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.
Petra Konermann Die Arbeit in der Ziems Recycling GmbH in Malchow geht weiter – auch wenn nun offiziell das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

Gute Nachrichten für die Ziems Recycling GmbH: Nachdem für das Malchower Unternehmen das offizielle Insolvenzverfahren gestartet wurde, gibt es bereits mehrere Interessenten aus der Branche, die sich als Investoren für den Schrott- und Metallhandel in der Inselstadt ins Spiel gebracht haben. Das hat Insolvenzverwalter Stephan Zickuhr aus Waren auf Nordkurier-Nachfrage bestätigt. Konkrete Namen wollte Zickuhr mit Hinweis auf eine vereinbarte Geheimhaltungsklausel nicht nennen, dennoch so viel: „Es handelt sich zum Teil um deutsche Tochter-Firmen internationaler Unternehmen. Sie alle kennen den Malchower Betrieb und wollen ihn übernehmen. Jetzt beginnen die konkreten Verhandlungen.“

Wie schnell ein neuer Investor für die angeschlagene Ziems Recycling GmbH gefunden werden kann, das vermag er momentan nicht zu sagen: „Das kann schnell gehen, kann sich aber auch über mehrere Monate hinziehen.“ Dennoch bewertet er die Lage des Betriebes als positiv: „Es ist ein Erfolg, dass die Arbeit in dem Unternehmen auch während des vorläufigen Insolvenzverfahren weitergeführt werden konnte und dass die Partner der Ziems GmbH wieder Vertrauen gefasst haben.“

Noch 84 Mitarbeiter beschäftigt

Dass die Schritte in Richtung Rettung des Malchower Unternehmens bislang erfolgreich waren, liegt laut Zickuhr an der „gesunden Grundstruktur der Ziems Recycling GmbH“. Das sei nicht bei allen Unternehmen der Fall, die in die Insolvenz gingen. Wie er informierte, sind derzeit im Unternehmen insgesamt 84 Mitarbeiter beschäftigt – nicht nur in der Malchower Hauptniederlassung, sondern auch an den Standorten Malchin, Gnoien und Waren. Ursprünglich waren in dem Unternehmen 115 Mitarbeiter beschäftigt.

Mitte August war bekannt geworden, dass das Unternehmen zahlungsunfähig ist. Daraufhin wurden Mitarbeiter entlassen, einige haben aber auch selbst gekündigt oder um Aufhebungsverträge gebeten. Vier der ursprünglich acht Ziems-Standorte wurden geschlossen. „Ich finde es ist dennoch ein gutes Zeichen, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter im Unternehmen bleiben können, dass wieder Aufträge hereinkommen“, betont Insolvenzverwalter Zickuhr.

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