Platzmangel in Waren:

Das Jugendamt bleibt noch ein bisschen

Eigentlich sollten die Mitarbeiter aus dem Warener Jugendamt rasch ihren Kollegen vom Sozialamt nach Neubrandenburg folgen. Doch noch sind sie in flotter Besetzung an Bord in der Müritzstadt. Das hat seinen Grund.

Wo gehts denn nun zum Jugendamt? Für die Müritzer immer noch nach Waren und das soll selbst nach dem Teilumzug so bleiben.
Thomas Thürülümow Wo gehts denn nun zum Jugendamt? Für die Müritzer immer noch nach Waren und das soll selbst nach dem Teilumzug so bleiben.

Die Mitarbeiter aus dem Jugendamt in Waren haben Zeit. Noch. Denn ihr Umzug nach Neubrandenburg „ist zur Zeit noch nicht betroffen“, heißt es dazu aus der Pressestelle der Kreisverwaltung. Aktuell sind demnach 25 Beschäftigte in der Müritzstadt für die Bürger da. An der Zahl hat sich auch nicht viel geändert, vor vier Jahren waren es 30 Mitarbeiter.

Eigentlich sollten die Fachleute aus dem Jugendamt ihren Kollegen aus dem Sozialamt auch relativ rasch folgen. Aber, so ergaben Recherchen unserer Zeitung, es könnten so oder so vorerst nicht alle komplett in der Neubrandenburger Hochstraße arbeiten. Denn dort ist gar nicht genug Platz für die Leute aus dem Warener Jugendamt. Das bestätigte auf Nordkurier-Anfrage ebenfalls die Pressesprecherin mit einem  „richtig“. Wann es nun wie weiter geht, ist noch nicht klar. Fakt ist: Für die Menschen der Region bedeutet das alles also nur eines: Sie können vorerst in gewohnter Weise zu ihrem Jugendamt in Waren.

Auch das Sozialamt ist an der Müritz ansprechbar

Unterdessen hat sich die Diskussion ums Sozialamtes in Waren gelegt. Was aber nach Informationen unserer Zeitung nicht bedeutet, dass es keinen Widerstand mehr gibt. In den Reihen der Bürgerinitiative für den „Erhalt der Sozialämter“ wird weiter geprüft, auf welchen Wegen man sich stark machen kann, damit die Behörde in der Stadt bleiben kann. Juristen werden einbezogen, um etwa die Frage zu klären, wie man ein Bürgerbegehren angehen kann. In diesen Tagen gibt es weitere Gespräche wie aus der Bürgerinitiative zu erfahren war.

Allerdings hat die andauernde Debatte auch viel Unsicherheit geschürt. Mit der Konsequenz, dass einige Leute gar nicht erst ins Warener Sozialamt fahren, um ihre Sorgen und Nöte vorzutragen, sondern tatsächlich den Weg direkt nach Neubrandenburg auf sich nehmen. Nach wie vor problematisch ist das für die Betroffenen aus den Dörfern.

 

 

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