Feriengäste greifen beherzt ein:

Defibrillator rettet Urlauber das Leben

Die Aufregung war riesengroß, aber ein Zögern gab es nicht. Im Ferienpark Plauer See wurde beherzt gehandelt, um einen Mann wiederzubeleben. Und zum Glück gab es hier einen Defibrillator.

Geschäftsführerin Barbara Schilke und ihr Mann Giselher sind froh, dass sie im Ferienpark Plauer See einen Defibrillator haben. Er rettete ein Menschenleben.
Simone Pagenkopf Geschäftsführerin Barbara Schilke und ihr Mann Giselher sind froh, dass sie im Ferienpark Plauer See einen Defibrillator haben. Er rettete ein Menschenleben.

Die Erleichterung war am Donnerstag allen anzusehen. Der Hausgast des Ferienparkes lebt. Er wird jetzt im Herzzentrum Karlsburg behandelt und es sieht gut für ihn aus. Der Notarzt weiß aber auch, dass der 52-Jährige tags zuvor wahnsinniges Glück hatte. Er sei am Mittwoch plötzlich fast in den Tod gestürzt und konnte ins Leben zurückgeholt werden. Weil Gäste im Ferienpark Plauer See nicht in Panik verfielen, sondern beherzt und umsichtig handelten. Und weil es dort die notwendige Wiederbelebungstechnik gab – einen Defibrillator nämlich, zollt der Notarzt Anerkennung, für das, was hier innerhalb weniger Minuten geleistet wurde, um den 52-Jährigen zu reanimieren.

Im Ferienpark läuft gerade ein Kurs. Die Teilnehmer waren bei Atemübungen, als es plötzlich laut knallte. Ein Mann in ihrer Mitte war vorn übergekippt. Er bewegte sich nicht, atmete nicht mehr, hatte keinen Puls. Sofort fingen zwei Frauen mit der Herz-Druck-Massage und Beatmung an. Während der Notarzt gerufen wurde, erinnerte sich Katrin Priebe, dass sie an der Rezeption des Hotels einen Defibrillator gesehen hatte. Erst ein paar Wochen zuvor war der Einsatz eines solchen Gerätes in ihrem Betrieb per Video präsentiert worden, erzählt die Schwerinerin.

Deshalb eilte sie gemeinsam mit Giselher Schilke vom Hotel zurück in den Veranstaltungssaal, um den Defibrillator anzusetzen. „Wir waren ja alle ganz aufgeregt, aber dann ging alles seinen Gang“, sagt sie schlicht. Das Gerät sei selbsterklärend, jeder Schritt werde genau angesagt. Angst, etwas falsch zu machen, müsse man nicht haben. „Drei Schocks, dann waren Notarzt und Rettungsassistent auch schon da“, fügt sie hinzu. Drei Schocks, die dem Mann das Leben retteten. „Wenn man eine Reanimation als hundertprozentig gelungen bezeichnen kann, dann diese“, stellt der Notarzt fest. Es sei keine Pflicht, dass es in einem Hotel einen Defibrillator gibt. Aber diese Situation im Ferienpark Plauer See bestärke ihn nur, auch andere dafür zu sensibilisieren.