Götz-Peter Lohmann erstes personelles Opfer der Awo-Affäre:

Der 700.000-Euro-Mann ist zurückgetreten

Das war überfällig: Götz-Peter Lohmann ist von allen Funktionärsämtern innerhalb des Awo-Landesverbandes zurückgetreten. Der 74-Jährige war durch seine dubiose und fürstlich entlohnte Doppelrolle in der Awo Müritz massiv kritisiert worden. 

Die Awo-Affäre fordert das erste personelle Opfer.
NK Die Awo-Affäre fordert das erste personelle Opfer.

Awo-Landesgeschäftsführer Bernd Tünker habe Lohmann den Rücktritt vom Amt des stellvertretenden Landeschef nage gelegt, teilte der Awo-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern am frühen Sonnabendmittag in einer Pressemitteilung mit. Hintergrund seien die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Awo Müritz.

Dort hatte Lohmann über fast neun Jahre als Vorstandsvorsitzender der Awo Müritz und gleichzeitig als Angestellter einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Awo Müritz gewirkt. Lohmann war damit sowohl Kontrolleur des mittlerweile entlassenen Geschäftsführers Peter Olijnyk als auch Weisungsempfänger von Olijnyk. Wie die Awo Müritz am Donnerstag eingeräumt hatte, war Lohmann für seine Anstellung mit insgesamt 700000 Euro satt bezahlt worden. "Ohne abrechenbare Leistung dafür zu erbringen", so die Awo Müritz vor wenigen Tagen.

"Wir bewerten den Rücktritt Lohmanns zur Zeit nicht", sagte Tünker. Es gehe zu diesem Zeitpunkt darum, die Zuständigkeiten sauber zu trennen. Götz Peter Lohmann könne nicht Mitglied im Landesvorstand sein und gleichzeitig im Zentrum des Prüfverfahrens stehen, das der Landesverband aktuell beim Kreisverband Müritz verfolgt, ergänzte Tünker. Eine Neustrelitzer Anwaltskanzlei prüft die Vorkommnisse in der Awo Müritz - das Ergebnis soll Mitte August vorliegen.

Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg gegen Awo-Ex-Geschäftsführer Olijnyk wegen des Verdachts der Untreue.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (2)

Der Mann mit dem Schnäuzer war schon als Bürgermeister von Waren eine äußerst umstrittene Person. Ob eine Betrafung als Bewährung gerechtfertigt ist bezweifle ich, die Lebensrwartung reicht hier nicht aus um den Schaden wiedergut zumachen. Knast und Enteignung seines zu unrecht angeeigneten Vermögens ist die einizige Alternative zu den unverschämten bezügen die er sich zugeschaufelt hat. Er in feinsten Zwirn und die Bedürftigen in Not; eine Situation die mal klar als tiefster Kapitalismus erkennen kann.

AWO War das nicht die Truppe die ehrlich arbeitende Menschen wegen ihrer Gesinnung Feuern will? Einfach nur widerlich diese Heuchler.