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Der Millionen-Spender meldet sich zu Wort

Für zwei Warener Architekten ist Mittwoch der große Tag. Sie sollen ihre Entwürfe für das neue Jugendzentrum präsentieren. Die Diskussion um den künftigen Betrieb und die laufenden Kosten ist unterdessen um eine gewichtige Wortmeldung reicher.

Aus dem alten KIB-Gebäude an der Teterower Straße könnte nach den Plänen von Thomas Kisse ein Veranstaltungszentrum für die Warener Jugend werden.
Thomas Kisse Aus dem alten KIB-Gebäude an der Teterower Straße könnte nach den Plänen von Thomas Kisse ein Veranstaltungszentrum für die Warener Jugend werden.

Lange Zeit hatte sich Jost Reinhold in puncto Jugendzentrum bedeckt gehalten. Die Warener Stadtvertretung sollte dem Mäzen einen Entwurf vorlegen. Er wolle rund 2,5 Millionen Euro für den Bau zur Verfügung stellen. So der letzte Stand.

Doch inzwischen ist die Diskussion um den künftigen Betrieb des Zentrums wieder aufgeflammt. Dabei geht es auch um die Zukunft der beiden Warener Jugendclubs. Am Alten Markt gilt die Schließung schon als sicher, am Papenberg müsste kräftig in das Gebäude investiert werden, um es zu erhalten. Amtsleiter Dietmar Henkel hatte vergangene Woche öffentlich daran gezweifelt, dass die Stadt diese Sanierungskosten aufbringen könne. All das hat auch den Spender aufhorchen lassen.

„Die Entwicklung sei bedauerlich“, so Reinhold und will das zum Anlass nehmen, den gesamten Vorgang noch einmal zu überdenken. Seit seiner ersten Spendenankündigung sind fast drei Jahre ins Land gegangen. Dass es in dieser Zeit nicht möglich war, eine Lösung zu finden, zeige ihm deutlich, dass das Problem nicht an den Stadtvertretern, sondern an der „Wurzel“ liege. An die Folgekosten eines Jugendzentrums hätte er damals nicht gedacht. Der Mäzen will nun die Mitglieder des Kultur- und Bildungsausschusses um einen Termin bitten. „Ich erhoffe mir davon, dass wir eine völlig neue Lösung finden, die für alle Beteiligten akzeptabel ist“, so Reinhold. Nach Informationen des Nordkuriers hat Reinhold auch die Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung zu einem Gespräch gebeten. Das soll bereits in der kommenden Woche stattfinden.

Anfang Oktober, so der Zeitplan, wollen die Stadtvertreter entscheiden, welcher Architekt den Zuschlag für das neue Jugendzentrum bekommt. Heute Abend werden Thomas Kisse und Christian Klein ihre beiden Konzepte noch mal präsentieren. Jeweils 20 Minuten Zeit hat jeder der Bewerber für seine Präsentation. Anschließend können Fragen gestellt werden. Alle Interessierten sind willkommen. Los geht es um 18 Uhr in der Mensa der Regionalen Schule Waren-West.