Durchhalten, Kameraden!:

Der Müll brennt noch tagelang

Der Feuerwehr-Großeinsatz bei der Recycling-Firma Ziems weitet sich aus. Nun muss auch der Katastrophenschutz in Malchow anrücken.

Zwischen Müllbergen haben Feuerwehrmänner und -frauen aus der Müritzregion inzwischen viele Stunden verbracht. Die schwelenden Müllberge sind zwar unter Kontrolle, aber längst noch nicht gelöscht.
Petra Konermann Zwischen Müllbergen haben Feuerwehrmänner und -frauen aus der Müritzregion inzwischen viele Stunden verbracht. Die schwelenden Müllberge sind zwar unter Kontrolle, aber längst noch nicht gelöscht.

Die Löscharbeiten auf dem Gelände der Ziems Recycling GmbH in Malchow sind noch immer nicht beendet. Im Gegenteil: Sie werden sich voraussichtlich noch bis mindestens Donnerstag hinziehen. Zusätzliche Wehren, zum Beispiel aus Waren, Röbel, Lärz, Groß Plasten und Plau am See, wurden am Dienstag alarmiert. Selbst die Mitglieder der Katastrophenschutz-Einheit des Landkreises kommen nun zum Einsatz.

„Wir kommen an unsere Grenzen, wir brauchen diese Unterstützung. Denn die Kameraden, die zum Teil seit Sonntag vor Ort sind, benötigen nun auch längere Ruhephasen“, erklärte Heiko Delph, Wehrführer in Malchow. „Anfangs haben wir uns auf den Abfallberg konzentriert, der am Sonntag als erstes gebrannt hatte. Nun mussten wir feststellen, dass ein weiterer Berg im Inneren glimmt. Das war vorher so nicht erkennbar. Sobald wir diesen Berg mit den Baggern auseinandernehmen, flammt das Feuer hoch auf“, so der Einsatzleiter. 

Von der Idee, die schwelenden Müllberge kontrolliert abbrennen zu lassen, sei man deswegen abgerückt. „Dieses Feuer wäre nur sehr schwer unter Kontrolle zu halten“, schätzten der Malchower Feuerwehrmann und auch Kreisbrandmeister Norbert Rieger übereinstimmend ein. Daher gebe es zu der seit Sonntag praktizierten Methode keine Alternative: Baggerschaufel für Baggerschaufel werden die schwelenden Halden aus Bau- und Abrissmüll auseinandergenommen und einzeln  gelöscht. „Das dauert natürlich. Hätten wir gleich Sonntag mehr Wasser gehabt, wären das sicherlich nicht so ausgeufert“, stellte Wehrführer Delph fest.

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