Direktorensessel im Wossidlo-Gymnasium wieder besetzt:

Der neue Chef im Schul-Labyrinth

Das lange Zittern hat ein Ende. Im Warener Gymnasium gibt es einen neuen Schulleiter. Nach den ersten Wochen im Amt findet der sich schon ganz gut zurecht. Was er sucht, ist die Herausforderung.

Nur ein paar Meter vom Tiefwarensee entfernt hat der passionierte Wassersportler Kai Behrns sein Büro im Wossidlo-Gymnasium.
Carsten Schönebeck Nur ein paar Meter vom Tiefwarensee entfernt hat der passionierte Wassersportler Kai Behrns sein Büro im Wossidlo-Gymnasium.

Leere Gänge, leere Räume. Gar nicht wie Schule ist das, was Kai Behrns sich da vor einigen Wochen angeschaut hat. Und doch war es der Arbeitsplatz des neuen Schulleiters. „Ich habe einen Tag in den Weihnachtsferien genutzt, um mich hier erst mal zu orientieren“, sagt er. Gar nicht so einfach bei den zahlreichen Gebäuden des Warener Wossidlo-Gymnasiums. Knapp sechs Wochen ist Behrns jetzt im neuen Amt. Auf die Entscheidung des Schulamts über den Rektorensessel hatte das Gymnasium lange gewartet. Bereits im Sommer 2012 war die Stelle ausgeschrieben worden. Behrns hatte seinen Hut schon damals in den Ring geworfen. „Ich habe mir gedacht, es wäre noch mal Zeit für etwas Neues. Und das Wossidlo-Gymnasium ist natürlich attraktiv“, sagt er.

Behrns war zuletzt in der Schulverwaltung tätig, nachdem er 15 Jahre an der Beruflichen Schule in Neustrelitz unterrichtet hatte. „Insofern sind die unteren Klassenstufen auch etwas Neues für mich“, räumt er ein.

Dass er bisher keine Erfahrung am Gymnasium hat, sieht er nicht als Nachteil. „Ich war für die Kollegen vielleicht doppelt verdächtig, auch weil ich vom Schulamt hierher wechsle. Aber bisher habe ich nicht den Eindruck, dass es Vorbehalte gibt.“

Noch ist Behrns kaum in den Klassenräumen tätig. „Ich bin ja mitten im Schuljahr gekommen, als alle Stundenpläne standen. Insofern gebe ich im Moment vor allem Vertretungsstunden.“ Das soll sich bald ändern, dann wird der 50-Jährige auch für Mathematik, Physik und Informatik an der Tafel stehen.Dass der Naturwissenschaftler sich besonders für seine eigenen Fächer interessiert, weist er diplomatisch von sich. „Das Gymnasium steht ja ohnehin im Ruf, in diesem Bereich besonders stark zu sein.“ Er wolle sich auch verstärkt der anderen Bereiche annehmen. „In den Sprachen, Sport, Musik und Kunst sind wir genauso gut. Das müssen wir nur noch besser verkaufen.“

Privat liebt Behrns Wassersport und Angeln. Gern spielt er Saxofon. Übrigens: Am Sonnabend ist Tag der offenen Tür im Gymnasium.

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