Seepark:

33-Millionen-Projekt in Waren steht vor endgültigem Aus

Es war am Dienstagabend zur besten Tagesschau-Zeit, als in der Stadtvertretung Waren eine wichtige Nachricht verkündet wurde.

Aus und vorbei? Auf diesem Areal zwischen Feisneck und Müritz sollte der Seepark gebaut werden.
Carsten Büttner Aus und vorbei? Auf diesem Areal zwischen Feisneck und Müritz sollte der Seepark gebaut werden.

Die Investoren Hans-Dieter Böhm und Per Barlag Arnholm, Geschäftsführender Gesellschafter der Helma Ferienimmobilien GmbH, hatten bis zuletzt für ihre Ideen gekämpft – Briefe an die Politiker geschrieben und mit einem Redebeitrag Böhms direkt in der Stadtvertretung versucht, die Volksvertreter doch noch zu überzeugen. Umsonst. Zu viel war in den vergangenen Monaten und Jahren auf Politikerseite offenbar an Vertrauen in die Realisierung des 33-Millionen-Euro-Projekts verloren gegangen.

Nachdem Böhm das Projekt „aus gesundheitlichen Gründen“ nicht mehr allein stemmen konnte, hatte er sich im Frühjahr die Helma mit ins Boot geholt – jetzt wollte Böhm die Wellness-Oase bauen und betreiben, die Helma die Ferienapartments und den Hafen realisieren. Eine Zerstückelung des Projektes, die dem ursprünglichen Plan der Stadt, das Riesenprojekt mit einem Investor aus einem Guss zu bauen, widersprochen hätte. 

33-Millionen-Euro-Investition

Unterstützung bekam Böhm von Ex-CDU-Wirtschaftsminister Jürgen Seidel: „Wenn Böhm etwas sagt, macht er es auch. Und wir sichern Arbeitsplätze.“ Seidels Worte fielen in der CDU-Fraktion (Ausnahme Christian Holz) auf fruchtbaren Boden – die CDU unterstützte den Willen der Investoren, das Millionen-Projekt aufzuteilen. Dazu kam die Stimme vom Linken Rainer Espig. Doch die Front der Ablehnung war größer – SPD, Grüne, FDP und der Großteil der Fraktion der Linken beerdigten endgültig den Bau des Seeparks mit zwei Investoren – „und sprachen sich damit gegen eine 33-Millionen-Investition aus“, wie es René Drühl (CDU) am späten Abend formulierte.

Jetzt geht alles wieder auf Null – es gilt der Durchführungsvertrag zwischen Stadt und Hans-Dieter Böhm aus dem Jahr 2012. Jener Vertrag, der von Böhms Seite seit drei Jahren nicht erfüllt werden konnte.

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