Brand-Katastrophe an der Müritz:

Der Täter läuft noch frei herum

Glut und Qualm sind verraucht. Doch nun wird erst richtig deutlich, welcher Schaden den Bootschuppen-Besitzern in Gotthun entstanden ist. Und der Täter läuft noch frei herum.

Die Flammen vernichteten zehn Bootsschuppen in Gotthun und richteten einen Schaden in Höhe von rund 200000 Euro an.
Petra Konermann Die Flammen vernichteten zehn Bootsschuppen in Gotthun und richteten einen Schaden in Höhe von rund 200000 Euro an.

Traurig, aber auch glücklich, „dass nicht mehr passiert ist“. Die Gotthuner haben ihren Optimismus nicht verloren. Dabei ist vielen Familien in der Bootshausanlage, die zu Wochenbeginn nahezu komplett in Flammen aufgegangen war, dort nichts geblieben als verkohltes Holz. Und auch eine Menge zu tun. Wie Arnold Wegner, Vorsitzender der Bootsschuppengemeinschaft „Hafen Gotthun“ (BSG) sagte, gehe es nun darum, quasi von vorn anzufangen. Das Areal dürfe wieder bebaut werden. Aber so rasch wird das nicht gehen. „Sämtliche Genehmigungen wie vom Bauamt und der Umweltbehörde müssen neu gestellt werden. Wir wollen unseren Mitgliedern dabei im Vorstand helfen Das Ganze hat uns enger zusammengebracht. Aber es ist wirklich schlimm, was da passiert ist“, sagt der Vorsitzende.

Fast 15 Jahre gibt es den Verein, in den alle eingetreten seien, die an besagter Stelle ein Bootshaus haben. Gemeinsam werde das Grün rundherum gepflegt und der Weg frei gehalten. Alles jedoch geht nicht gemeinsam. Schließlich seien die Schuppen privat. So habe jeder seine eigene oder schlimmsten Falls auch keine Versicherung. „Die ersten Versicherungen waren auch schon da“, weiß Wagner.  Nach Nordkurier-Informationen habe es seinerzeit das Ansinnen gegeben, eine Gemeinschafts-Versicherung abzuschließen. Aber daraus wurde nichts, da nicht alle zugestimmt hätten.

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