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Dicker Ast kracht in Eigenheimsiedlung runter

Schon am Abend gab es in Röbel Sorge um eine alte Kastanie, die gestutzt werden muss. Die Feuerwehr sperrte die Straße, doch Autofahrer ignorierten das.

Die Marienfelder Straße in Röbel wurde am Wochenende zum Einsatzort der Feuerwehr.
Carina Göls Die Marienfelder Straße in Röbel wurde am Wochenende zum Einsatzort der Feuerwehr.

Das ist gerade nochmal gut gegangen. Der dicke Ast einer alten Kastanie aus der Allee in der Marienfelder Straße von Röbel hat niemanden unter sich begraben, als er am Sonnabend zu Boden krachte. Radfahrer, Autos und Jogger sind gern auf der Strecke in Richtung Gotthun unterwegs. Doch am Samstagabend war die leer. Anwohner hatten dennoch einen Schreckmoment und die Feuerwehr alarmiert. Die rückte den Ast von der Straße – und am Sonntagmorgen erneut mit Martinshorn und Blaulicht an.

Denn die Straße war über Nacht abgesperrt worden, damit nicht Schlimmeres passiert bevor die Kameraden die Krone des offenbar morschen Gehölzes bei Tageslicht abnehmen wollten. Doch was Röbels Wehrführer Danny Karnatz unbekannten Autofahrern sehr übel nimmt, ist die Tatsache, „dass da Leute die Absperrung öffneten auf beiden Seiden der Straße, um doch fahren zu können. Und sie haben sie nicht mal wieder hinter sich geschlossen. Nicht auszudenken, was alle hätte passieren können, wenn ein weiterer Ast herabgestürzt wäre. Wir haben das doch nicht umsonst abgesperrt”, schimpfte er am Sonntag in einem Gespräch mit dem Nordkurier.

Anwohner, die die geöffnete Sperrung bemerkt hatten, hatten erneut die Feuerwehr und die Polizei informiert. Bis zum Nachmittag war die Straße gesperrt. Über die Ursache für den abgebrochenen Ast ist noch nichts bekannt.