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Die „Jugendmode“, eine verdammt kernige Sache

Was ist denn mit der „Jugendmode“ in Waren? Von außen sieht es nach Stillstand aus. Doch ruhig ist es längst nicht in dem traditionsreichen Haus. Dass es aber mit einem Start für Betreutes Wohnen noch in diesem Jahr klappt, dafür stehen die Zeichen nicht so gut.

Es soll bald wieder ein echter Hingucker sein, das Eckhaus in der Bahnhofstraße. Im August soll es eingerüstet werden und dann wird die Fassade wieder flott gemacht.
Carina Göls Es soll bald wieder ein echter Hingucker sein, das Eckhaus in der Bahnhofstraße. Im August soll es eingerüstet werden und dann wird die Fassade wieder flott gemacht.

Daraus wird wohl nichts. Wenn so mancher Senior der Region vielleicht schon hoffnungsvoll in die Warener Bahnhofstraße blickt, weil er dort bald ins betreute Wohnen ziehen wollte, dann kann er sich getrost noch etwas anderes vornehmen als Umzugs-Kartons zu packen.

Es geht zwar voran bei der Sanierung der einstigen „Jugendmode“, deren Zukunft die Warener genau betrachten. „Aber so ganz werden wir es wohl zum Jahresende nicht schaffen, fertig zu sein. Ich habe aber auch keine Panik. Und wir haben auch keine festen Termine für Mieter vergeben. Das wird schon alles“, macht (sich) André Melzer Hoffnung. Dass das historische Haus mit Blick auf die Fassade noch nicht so recht saniert aussieht, das liege daran, dass man im Inneren bei der Entkernung weit mehr zu tun habe, als gedacht. „Das musste fast alles raus und erneuert werden. Aber wir bekommen das hin“, so der Investor. Voraussichtlich Anfang oder Mitte August solle es dann aber mit der „Haut“ des Gebäudes losgehen. „Bald wird eingerüstet.“

Alte Vorlage für den Neubau

Wenn das Gebäude nach langem Leerstand einmal mehr wieder in den Mittelpunkt rückt, dann hat André Melzer eine Aktie daran. Der Ur-Warener, wie er sich nennt, und Mitinhaber der IGN (Warener Ingenieurgesellschaft Nord für Bauwesen) saniert das Haus. Bei seinem Vorhaben schauen ihm auch die Denkmalschützer auf die Finger. Dabei unterstützt die Behörde den Bauherren allerdings lediglich mit gutem Willen. Etwas zwischen Daumen und Zeigefinger zu haben, verachtet Melzer für sein Projekt, das Senioren bald betreutes Wohnen in bis zu 20 Quartieren ermöglichen soll, aber auch nicht. Nach seinen Aussagen nimmt er nicht nur eigenes Geld in die Hand, sondern wird auch von der Müritzstadt über das Städtebau-Förderprogramm unterstützt.

Das Gesicht des Hauses wird sich allerdings etwas verändern, denn der Erker kommt weg. „Der gehörte ursprünglich auch gar nicht an das Haus“, begründet André Melzer. Das habe irgendwann irgendjemand drangebaut. Schließlich habe man zur Sanierung alte Zeichnungen herangezogen. Dort ist vom Erker keine Spur.

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