Neuer Polizeichef in Waren:

Die Kanzlerin ist seine erste Bewährungsprobe

Bei den Ordnungshütern in Waren ist seit Dienstag ein Neuer an Bord. Dem 44-jährigen Revierleiter wünscht der Bürgermeister, Günter Rhein, wenig Arbeit. Daraus wird wohl nichts.

Thomas Beigang Ulf Nehls (links) ist der neue Leiter des Polizeihauptreviers in Waren, Jens Fischler übernimmt die Dienststelle in Röbel.

Vom großen Wasser ans kleine Wasser. Wulf Nehls (44), der neue Chef des Polizeihauptreviers in Waren, hat im ersten Leben als Vollmatrose von Rostock und Bremerhaven aus die Meere der Welt bereist und steht nun seit Dienstag der Polizei in Waren an der Müritz vor. „Tatsächlich habe ich zum ersten Mal die Adresse in der Mühlenstraße in mein Navigationssystem eingegeben“, sagt der Polizeirat bei seiner Amtseinführung.

Sein Chef, der Neubrandenburger Polizeipräsident Knut Abramowski, macht dem Neuen die Region schmackhaft: „So eine schöne Stadt in einer vom Tourismus geprägten Landschaft. Ich wünsche dem Revierleiter hier viel angenehme Arbeit.“ Warens Bürgermeister Günter Rhein (SPD), der sich die Amtseinführung nicht entgehen lässt, meint dagegen, dass der Neue möglichst wenig zu tun bekommen möge.

Nehls tritt ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger Jens Fischler, der ab Freitag das Röbeler Revier als Nachfolger des in den Ruhestand gewechselten Frank Etzold übernimmt, hat seit 22 Jahren in Waren und Umgebung für Ruhe und Ordnung gesorgt, lange Zeit als Revierleiter. Der Polizeirat zeigt sich aber gerüstet. Seit dem Jahr 1991 „dient“ Wulf Nehls in den Reihen der Landespolizei, hat Stationen bei der Bereitschaftspolizei, der Wasserschutzpolizei, als persönlicher Referent des Innenministers und als Polizeiführer in der Einsatzleitstelle hinter sich.

Der begeisterte Kuttersegler vergleicht die Polizeiarbeit mit der Teamarbeit auf dem Kahn: „Jeder hat andere Aufgaben, aber alle verfolgen das gleiche Ziel.“ Zur gleichen Zeit, wenn Jens Fischler seine neuen Diensträume in Röbel bezieht, steht für den neuen Warener Polizeichef gleich die erste große Bewährungsprobe an: Am Freitag besucht während einer Wahlkampftour Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Waren und will ab 17 Uhr im Stadthafen zu Einheimischen und Gästen sprechen. Bis dahin ist noch eine Menge zu organisieren, damit auch sicherheitstechnisch alles gut über die Bühne geht.

Viel Zeit zur Einarbeitung bleibt nicht. Polizeipräsident Abramowski weiß aber jetzt schon: „Das wird alles klappen, ich bin mir sicher.“

Der Neue, Vater von zwei Töchtern und mit einer Polizistin verheiratet, lebt nicht in Waren, sondern ein paar Kilometer weiter westlich in der Nähe der Stadt Lübz. Im Hauptrevier Waren, zuständig für die Stadt und die Gemeinden der Ämter Seenlandschaft und Penzliner Land, wachen insgesamt 51 Beamte über Ruhe und Ordnung.

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