Alle Urlauber sind schon da:

Die Müritz ist ausgebucht

Ihre sympathischen Stimmen klingen an diesem Freitag noch einen Tick sympathischer – Stephanie Ebeling und Cornelia Runge sind richtig gut drauf. Aus einem verständlichen Grund - die beiden Tourismusexperten haben Erfreuliches zu verkünden.

Lange Schlangen an der Verpflegungsstation am Volksbad in Waren und ausgebuchte Ferienwohnungen: Das sonnige Augustwetter treibt die Urlauber aus ganz Deutschland an die Seenplatte. Fotos: N. Schuldt
Lange Schlangen an der Verpflegungsstation am Volksbad in Waren und ausgebuchte Ferienwohnungen: Das sonnige Augustwetter treibt die Urlauber aus ganz Deutschland an die Seenplatte. Fotos: N. Schuldt

Da macht das Arbeiten so richtig Spaß – trotz Hitze. Denn gerade die hohen Temperaturen lassen die Touristiker an der Müritz auf- und durchatmen. „Wir sind rund ums Wasser ausverkauft“, teilen Stephanie Ebeling, Pressesprecherin des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte, und Cornelia Runge, Leiterin der Touristinfo in Waren, freudestrahlend mit. Wer kurzfristig kommt, Blick aufs Wasser und direkten Zugang zum See haben möchte, hat in den nächsten Tagen wenig Chancen“, berichtet Runge von einem aktuellen Urlauberboom.

Allerdings – und da ist Kollegin Ebeling ebenfalls Profi genug – heißt das nicht, dass es keine Quartiere mehr gibt. „Wir haben schon noch einige wenige freie Betten – nur eben nicht direkt am Wasser.“ Die beiden Frauen verweisen in dem Zusammenhang auf das Hinterland – auf die Geheimtipps abseits der größeren Touristenhochburgen. Flexibilität ist angesagt. Dies gilt auch für die Anbieter – denn nach Beobachtungen von Ebeling und Runge buchen die Urlauber ihre Unterkünfte immer kurzfristiger. „Habe ich im Sommer noch Arbeit? Wie sieht es finanziell aus? Wie liegen die Ferien? Bekommen ich dann Urlaub? Das sind Fragen, die viele Menschen heute im Winter einfach noch nicht beantworten können“, blickt Ebeling in den realen Alltag.

Und hofft gleichzeitig nach einem sonnigen August auf einen goldenen Herbst – vielleicht könne dann das Defizit der Gästezahlen aus den „eher schwierigen Monaten Mai und Juni“ noch kompensiert werden.