Tierischer Einsatz:

Die Pferdeflüsterer von der Warener Polizei

Anfang des Monats ein Hängebauchschwein, in der vergangenen Woche fast jede Nacht eine Kuh und jetzt auch Pferde. Die Warener Polizei hat gegenwärtig tierisch viel zu tun.

Der Polizeihauptmeister Manfred Wietasch aus Waren musste am Donnerstag keine schweren Jungs, sondern entlaufene Pferde bewachen.
Thomas Beigang Der Polizeihauptmeister Manfred Wietasch aus Waren musste am Donnerstag keine schweren Jungs, sondern entlaufene Pferde bewachen.

Am frühen Nachmittag ist Dienstschluss. Den Feierabend hat sich Manfred Wietasch, Polizeihauptmeister im Warener Revier, am Donnerstag redlich verdient. Denn dem Beamten ist es zu verdanken, dass auf der B 192 nichts Schlimmes passiert ist. Wietasch hat mit seinem Kollegen Rainer Zimmer verhindert, dass fünf entlaufene Pferde die viel befahrene Magistrale unsicher machen.

„Autofahrer haben uns früh informiert, dass an der Straße Pferde umherlaufen. Westlich von Möllenhagen bei Rockow.“ Die Streifenwagenbesatzung hat sich sofort auf den Weg gemacht. Nicht auszudenken, wenn die Vierbeiner auf die B 192 getrabt wären. „Dann hätten wir aus Sicherheitsgründen die Bundesstraße sofort sperren müssen.“ Mit der Konsequenz: Lange Staus im morgendlichen Berufsverkehr. Kurze Zeit später habe man glücklicherweise die Information erhalten, die kleine Herde – ein Hengst, zwei Stuten und zwei Fohlen, alles Haflinger – sei jetzt an einem Gehöft in Rethwisch gesichtet worden. „Wir gleich dorthin“, beschreibt Manfred Wietasch die Aufregung. Friedlich grasend hätten die Tiere dort auch gestanden. „Wir mussten jetzt allerdings darauf achten, dass die nicht wieder abhauen.“

Inzwischen hatten Recherchen der Polizisten ergeben, wem die Tiere gehören, deren Heimat eine Pferde-Ranch in Lehsten ist. „Da muss wohl ein Zaun kaputt gewesen sein“, mutmaßt der Polizeihauptmeister. Die Zeit, bis der Halter die Pferde abholte und auf die heimatliche Weide brachte, war die eigentlich spannende. Denn was sie getan hätten, wenn die Haflinger-Familie plötzlich beschlossen hätte, wieder das Weite zu suchen, weiß Manfred Wietasch nicht so richtig. Umgehend die Verfolgung aufnehmen? Sicher, so lange es nicht über Stock und Stein gegangen wäre. Es blieb nicht anderes übrig, als beruhigend auf die Pferde einzuwirken. „Schließlich konnten wir auch nicht mit dem Einsatz der Dienstwaffe drohen“, schmunzelt Wietasch. Aber Gott sei Dank konnte der Einsatz bald beendet werden, als der Eigentümer eintraf.

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