Kleine Stadt bereitet sich auf ein großes Ereignis vor:

Die Sport-Welt zu Gast in Malchow

Warschau, Mailand, Kuweit, Sao Paulo – und Malchow mittendrin. Die Inselstadt ist in knapp einem Monat Austragungsort des Internationalen Worldcups im Rollstuhlfechten. Die Vorbereitungsmaschinerie läuft auf Hochtouren.

Die Sporthalle am Clara-Zetkin-Ring in Malchow war vor zwei Jahren schon Austragungsort eines Worldcups im Rollstuhlfechten ­– auch im Januar 2014 soll es dort wieder Spitzensport geben.
Petra Konermann Die Sporthalle am Clara-Zetkin-Ring in Malchow war vor zwei Jahren schon Austragungsort eines Worldcups im Rollstuhlfechten ­– auch im Januar 2014 soll es dort wieder Spitzensport geben.

115 Sportler von 19 Nationen, 57 Betreuer, 12 internationale Kampfrichter – und ein Organisationsteam, bei dem in Malchow die Fäden zusammenlaufen. „Das ist für uns eine große Sache, die uns viel abverlangt, auf die wir uns aber auch freuen“, erklärte Malchows Bürgermeister Joachim Stein (Grüne). Immerhin zum vierten Mal in Folge geht der Worldfechtcup in der Kleinstadt über die Bühne – jedes Mal ein gewaltiger Kraftakt. „Es sind sehr viele Details zu bedenken, da darf man nicht den Überblick verlieren“, meint Stein.

Dieser Überblick drohte vor zwei Jahren fast verloren zu gehen, als die Teilnehmerzahl mit über 150 Sportlern aus aller Welt so hoch war, dass die Organisatoren mit ihren Kräften fast an ihre Grenzen stießen. Denn während ein Worldcup im Rollstuhlfechten in den Metropolen wie Montreal, Paris oder auch Sao Paulo eine von vielen Veranstaltungen ist, ist es in dem 8800-Seelen-Ort Malchow ein besonderer Höhepunkt. Und den verwandeln die Malchower jedes Mal in eine Werbung für ihre Stadt und ihre Menschen. „Wir sorgen dafür, dass auch mal Mecklenburger Essen auf dem Speiseplan steht, wir bieten Auftritte unserer Künstler an“, erklärt Stein, warum der Malchower Worldcup bei internationalen Sportlern so beliebt und die Teilnehmerzahl entsprechend hoch ist.

Die Malchower Cheerleader treten auf, beide Chöre der Fleesenseeschule singen für die Spitzensportler, die Mildenitzer Danzlüd zeigen traditionelle Tänze, die Malchower Spielleute präsentieren ihr Repertoire als Spielmannszug. „Das gefällt unseren Gästen, dass wir uns und unser Können einbringen. Das unterscheidet uns von anderen Austragungsorten“, erklärt Stein. 

Eine besondere Herausforderung ist bereits die Anreise der Sportler aus aller Welt. Auf dem Flughafen Tegel eröffnet daher ein paar Tage vor Beginn des Worldcups am 17. Januar ein besonderes Büro – eine Malchower „Außenstelle“. Dort werden die bereits angereisten Sportler betreut, die auf die Abfahrt des Busses nach Malchow warten müssen.

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