Besitzer hofft auf Hilfe:

Diebe stehlen wertvolle Vögel aus Haustierhof

Unermüdlich ist der Rambower Peter Ramsch für die Tiere in seinem privaten Zoo im Einsatz. Kaum war er ein paar Tage nicht da, wurden ihm wertvolle Tiere geklaut. Für den Schwarzmarkt?

Die Diebe auf dem Haustierhof von Peter Ramsch haben nur ausgesuchte Tiere gestohlen. Schnee-Eulenmann „Helmut“ habe die Einbrecher nicht mitgenommen.
Petra Konermann Die Diebe auf dem Haustierhof von Peter Ramsch haben nur ausgesuchte Tiere gestohlen. Schnee-Eulenmann „Helmut“ habe die Einbrecher nicht mitgenommen.

Eine größere Katastrophe, so sagt es Peter Ramsch, habe ihn in den vergangenen 25 Jahren noch nie ereilt: Als er für ein paar Tage verreist war, um seine Mutter zu beerdigen, haben sich Diebe an den Volieren seines Haustierhofes zu schaffen gemacht und Vögel geklaut.

Nonnengänse, grüne und gelbe Ziegensittiche, Nymphensittiche – immer paarweise – wurden dem Rambower gestohlen, der für seine Einrichtung sogar ganz offiziell die Anerkennung als Zoo tragen darf. Verschwunden sind auch Wellensittiche, Zebra-, Reis- und andere Finken, sogar ein Wild-Meerschwein, ein Geschenk des Münchener Zoos, und ein Cuy, eine etwa 40 Zentimeter große Art des Meerschweinchens, die noch heute in Südamerika verspeist wird.

Diebstahl auf Bestellung?

„Für mich ist dieser Diebstahl natürlich ein großer Verlust, nicht nur finanziell, denn ich hänge natürlich an den Tieren. Das geht mir direkt ins Herz. Mindestens genauso schlimm ist es aber, dass meine Tiere möglicherweise auf dem Schwarzmarkt verkauft und dann vielleicht nicht mehr artgerecht gehalten werden“, klagt Peter Ramsch, der seit 1993 die Einrichtung mit seltenen Haustierrassen betreibt.

Bereits vor einigen Jahren hatte sich ein selbst ernannter Tierbefreier an den Volieren zu schaffen gemacht. „Damals standen die Türen offen, die Tiere aber waren noch da, weil das ihr Zuhause war und sie gar nicht flüchten wollten. Jetzt aber waren alle Türen geschlossen, jedoch die Tiere verschwunden. Das sieht fast aus wie ein Diebstahl auf Bestellung“, meint Peter Ramsch.

Anzeige hat er nicht erstattet. „Was soll das bringen? Der Haustierhof ist sehr abgelegen. Und der Helfer aus dem Nachbarort, der in meiner Abwesenheit die Tiere versorgt hat, kam nur zwei Mal am Tag“, erklärt Peter Ramsch. Er sucht jetzt nach Unterstützern. Die sollen ihm helfen, die verschwundenen Tiere durch Exemplare der gleiche Gattung zu ersetzen. „Und ich suche nach Sponsoren, die mir helfen, eine General-Vorhängeschloss-Anlage zu kaufen.“ Öffnen will er seine Zoo auch weiterhin, nur die Tiere möchte er besser geschützt wissen.

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