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Dunkle Brühe verdreckt den Klostermühlbach

Trüb und übel riechend. So sah der Klostermühlbach bei Walow am Dienstag aus. Von dem eigentlich sauberen Wasser keine Spur. Was ist dort passiert?

Das Wasser des Klostermühlbachs bei Walow war am Dienstag nicht nur schwarz, es stank auch gewaltig.
Petra Konermann Das Wasser des Klostermühlbachs bei Walow war am Dienstag nicht nur schwarz, es stank auch gewaltig.

Ein Spaziergänger hat es an dem Landweg zwischen Walow und Grüssow entdeckt: Der Klostermühlbach, der zwischen dem Walower und dem Malchower See fließt, führt nicht wie sonst klares Wasser, sondern eine schwarze und zudem stinkende Brühe. Der Walower Bürgermeister Heinz Gerull (parteilos)vermutete, dass an irgendeiner Stelle Dinge in den Bach eingeleitet werden, die dort nichts zu suchen haben. „Das muss unbedingt überprüft werden. Denn das dreckige Wasser könnte in den Malchower See gelangen. Das wäre sicherlich nicht gut.“

Er informierte die Behörden und den Wasser- und Bodenverband „Müritz“ in Röbel. Von dort sei ein Mitarbeiter vor Ort, um die Sache zu überprüfen. Aber tätig werden müsse das Umweltamt des Landkreises. „Wir können aber Unterstützung geben“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Gallinat. Kreissprecherin Haidrun Pergande bestätigte, dass eine Mitarbeiterin des Umweltamtes sich sofort auf den Weg nach Walow gemacht habe. Noch am Dienstag wurden aus dem Klostermühlbach Proben entnommen. „Zu den Ergebnissen kann ich aber derzeit noch nichts sagen. Die Untersuchungen laufen noch“, so Haidrun Pergande weiter.

Auch am Abend führte der Bach noch schwarzes Wasser. Nach Informationen von Bürgermeister Gerull wurde daher in Kogel eine Zuleitung zum Klostermühlbach gesperrt. In den nächsten Tagen soll untersucht werden, ob diese Maßnahme Erfolg hatte.