Orgelmuseum muss saniert werden:

Eigenanteil der Stadt beträgt 200 000 Euro

Das Dach ist nicht dicht und mehr Platz wird auch gebraucht – am Orgelmuseum in Malchow muss sich was tun. Das ist Stadtvertretern klar. Aber es gibt auch Bedenken, weil noch keine Haushaltszahlen vorliegen.

Das Pastorat beherbergt einen Teil des Orgelmuseums. Das Dach muss aber dringend gemacht werden. Und die Scheune dahinter soll zum Depot ausgebaut werden.
Simone Pagenkopf Das Pastorat beherbergt einen Teil des Orgelmuseums. Das Dach muss aber dringend gemacht werden. Und die Scheune dahinter soll zum Depot ausgebaut werden.

„Ich war erschrocken“, gab Hans-Peter Weiß (FDP) unumwunden zu. Man kenne das Pastorat, das längst zum Orgelhaus wurde, ja an sich nur von vorn. Aber wenn man sich das Ganze mal von hinten ansieht, „denkt man es ist ein Abrisshaus. Da muss was gemacht werden“, sagte der Malchower Stadtvertreter Mittwochabend im Finanzausschuss.

Der hatte in Vorbereitung auf die Stadtvertretersitzung am 17. Dezember eine Beschlussvorlage zur Sanierung und Erweiterung des Mecklenburgischen Orgelmuseums auf dem Tisch. Rund 892 000 Euro soll das Ganze kosten. Eine Förderung aus dem Leader-Projekt ist in Sicht, der Eigenanteil der Stadt würde sich damit auf 200 000 Euro belaufen, aufgeteilt auf zwei Jahre. Für die Arbeiten selbst sind vier Bauabschnitte geplant: die Sanierung des Pfarrhauses, des Schuppens, der Scheune und der Erweiterungsneubau der Scheune. Damit soll vor allem die Lagerkapazität verbessert und vergrößert werden

Finanzierung nicht gesichert

„Zuerst soll der neue Anbau an die Scheune kommen, um Platz zu haben für die eingelagerten Orgeln und Orgelteile. Dann kann man sich ans Haupthaus wagen, unter dessen Dach auch etliche Orgelteile gelagert sind“, hatte Hans-Peter Weiß schon Einblick in die Planung. Und damit Vorlauf. Im Stadtentwicklungsausschuss war das Projekt eine Woche zuvor nämlich bereits umfassend erläutert worden und der gab einstimmig grünes Licht.

„Wir müssen der Stadtvertretung allerdings eine Empfehlung geben, ob wir es auch finanzieren können“, stellte Rickert Reeps (CDU) die Aufgabe des Finanzausschusses klar. „Und da habe ich Bauchschmerzen“, sagte er. Weil er bisher nicht ansatzweise die Haushaltszahlen für 2016 kenne. Mit seinen Bedenken stand er nicht allein. „Die Vorlage ist sehr dünn. Wir können nicht beurteilen, ob das Ganze finanzierbar ist“, meinte auch Hartmut Lüker (sachkundiger Einwohner, OWM). „Und die Sinnhaftigkeit wird woanders entschieden.“ Elke-Annette Schmidt (Die Linke) verwies allerdings auch auf die Leader-Prioritätenliste, in die das Orgelmuseum aufgenommen wurde: „Wir wissen nicht, wie lange wir die Förderung in Anspruch nehmen können und wir wissen nicht, wann der Haushalt kommt.“ Am Ende stimmte der Finanzausschuss dem Vorhaben mit drei Enthaltungen zu.

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