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Ein Herz für Katzen: Helfer erfahren selbst Hilfe

Nein, mit Kuscheltieren hat das nichts zu tun. Die Rechliner Straßenkatzen bleiben scheue Wesen, die auf die Gunst des Menschen angewiesen sind. Rechliner Schüler gehen mit gutem Beispiel voran und unterstützen den betreuenden Verein.

Die Rechliner "Kids for Cats" freuen sich sehr über die Anerkennung, links Lehrerin Kathrin Hammermeister, Mitte: Thomas Hetzel.
Regionale Schule Rechlin Die Rechliner "Kids for Cats" freuen sich sehr über die Anerkennung, links Lehrerin Kathrin Hammermeister, Mitte: Thomas Hetzel.

Wer Gutes tut, soll auch dafür belohnt werden. Das jedenfalls konnten jetzt die "Kids for Cats" der Regionalen Schule Rechlin erfahren. Ihr Engagement für die Straßenkatzen in Rechlin, mit denen die Schüler eine Art Patenschaft eingegangen sind, hat überregional Würdigung erfahren. So hatten die inzwischen 13 Kinder Arbeitseinsätze auf dem Gelände geleistet, Kuchenbasare und Flohmärkte organisiert, um Geld für die herrenlosen Vierbeiner zusammenzubekommen. Allein durchletztgenannte Aktivität konnten mehr als 300 Euro dem gemeinnützigen Verein "Straßenkatzen Rechlin" e.V. übergeben werden.„Ich bin stolz auf meine Kids“, sagte Kathrin Hammermeister, die betreuende Lehrerin, die das Projekt innerhalb des Ganztagsunterrichts ins Leben gerufen hat. 

So bekamen die Kinder als Anerkennung jetzt einen Riesenscheck, überreicht von Thomas Hetzel von der Servicestelle Jugendengagement der RAA Mecklenburg-Vorpommern. Er ist Ansprechpartner für Anerkennungskultur und lokales Engagement und hatte seinerzeit auch den Tierheimbus nach Malchow ins Leben gerufen. Röbeler Schulen machten von dem Angebot Gebrauch und kümmerten sich in Malchow um Tierheim-Bewohner. „Wir hätten uns auch gern beteiligt, aber für uns war der Weg zu weit“, schilderte Kathrin Hammermeister von der Rechliner Einrichtung. So kam die Idee mit den Straßenkatzen, vor Ort zu helfen. Das jetzige Vereinsgelände befindet ganz in der Nähe der Schule - jedenfalls noch. Die Gemeinde hatte allerdings angekündigt, die Katzen umzusiedeln (Der Nordkurier berichtete).  

Die "Kids for Cats" wollen ihr Engagement aber fortsetzen. Zunächst waren es nur zwei Kinder, die sich einbrachten. Dann war die Truppe ganz schnell angewachsen. Jetzt planen die "Kids for Cats", für ihre Aktivität auch noch ein Logo zu entwickeln. Ebenso wollen sie sich  T-Shirts zulegen, um ihr Engagement nach außen zu zeigen.  

Wofür die Summe von 100 Euro, die auf dem Riesenscheck vermerkt ist, genutzt werden soll, steht noch nicht fest.