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Ein Rekord, mal anders rum

Frohe Botschaft aus dem Malchower Tierheim: Von den 40 Hundezwingern stehen 30 leer. Das kennen die Mitarbeiter eigentlich eher anders herum. Doch eine Verordnung, so sorgen sie sich, könnte bald wieder für Überfüllung sorgen.

Auch Nero kennt das Heim-Dasein. Er fand in Lärz ein neues Hundeleben auf einem lebendigen Hof.
Elke Enders Auch Nero kennt das Heim-Dasein. Er fand in Lärz ein neues Hundeleben auf einem lebendigen Hof.

Ausgezogen! Das sind in den vergangenen Monaten insgesamt 30 Hunde aus den Zwingern des Malchower Tierheims. Drängelten sich dort zeitweise bis zu 40 Vierbeiner, die auf ein neues Zuhause warteten – sprich: kein einziger Zwinger war mehr frei – konnten jetzt in kurzer Zeit 30 Hunde vermittelt werden.

Ein Ergebnis, über das Dörte Thiel ebenso staunt, wie sie sich freut. Die Mitarbeiterin im Malchower Tierheim weiß keinen exakten Grund für die hohe und seltene Quote. Es sei einfach gut gelaufen und sie freue sich, dass Leute, die sich einen Hund zulegen wollten, dabei auch an die Heimtiere dachten. Nun hofft sie, dass die freien Zwinger nicht gleich wieder mit vielen traurigen Vierbeiner- Schicksalen gefüllt werden.

Mit Sorge hat man im Malchower Tierheim allerdings die Nachricht von der erhöhten Hundesteuer aus Neubrandenburg vernommen: „Damit landen oft Hunde im Heim, deren Herrchen und Frauchen das eigentlich gar nicht vorhatten. Aber sie können sich die Tiere dann oft einfach nicht leisten. Neben der Steuer kommen ja auch Arztkosten und Futter auf die Tierhalter zu“, sagt Dörte Thiel. Die Mitstreiterin im Tierheim weiß, dass so mancher Tierfreund knapp bei Kasse ist. Ihnen noch mehr aufzubürden, sei der falsche Weg.